Wer knackt den Code? Escape Spiel selbst gemacht

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Wart ihr schon einmal in einem Escape Room oder habt ihr euch schon einmal ein Exit Spiel gekauft? Für euren nächsten Kindergeburtstag könnt ihr diese besondere Art der Schatzsuche auch ganz einfach selbst erstellen – geeignet für Kinder von 5 bis zum Erwachsenenalter, denn die Schwierigkeit könnt ihr selbst bestimmen.

Zusammen mit DigitalCoach Kerstin Butenhoff haben wir hier eine kleine Anleitung für euer Escape Game für zu Hause!

Escape Spiel selber machen:

Ihr braucht für euer Escape Game:

  • eine Art von Schatzkiste mit Riegelschloss (kann man auch selbst anschrauben) oder eine lange dickere Metallkette zum sicheren Umwickeln und Verschließen der Kiste
  • eine Haspe (Verriegelung mit 6facher Sicherungsmöglichkeit, siehe Foto)
  • 6 kleine Schlösser, am besten Zahlenschlösser mit verstellbarem Code. Es gehen aber auch Schlüssel-Schlösser. Haben die Schlösser keine verschiedenen Farben, könnt ihr sie mit farbigen Punkten markieren (z.B. mit Nagellack)
  • Zubehör zum Erstellen und Lösen der Rätsel (s.u.)

Hier könnt ihr die Sachen zum Beispiel kaufen:

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escape game spiel exit diy selber machen schatzkisteDie Schatzkiste für euer Exit Spiel selbst muss nicht groß sein, sie kann auch nur einen Zettel enthalten mit einem Hinweis zum richtigen Schatz (z.B. „Schaut im Küchenschrank“ oder „Wir gehen Pizza essen.“). Die Schatzkiste wird gefüllt und durch die Haspe mit den 6 Schlössern (oder auch weniger) verschlossen. Notiert euch vorher die verschiedenen Zahlencodes!


Spielvorbereitung für euer Escape Game:

Die Geschichte erfinden:

Zunächst braucht euer Escape Game eine Rahmenhandlung – ein Problem, das die Kinder lösen müssen und gleichzeitig der rote Faden für euer Spiel wird. Orientiert euch hier an den Interessen und am Alter der Kinder, am Motto eurer Party oder auch an der Jahreszeit oder am Ort, an dem ihr feiert. Hier einige Beispiele: Märchen, Rummel mit Geisterbahn, Detektivbüro, Pokémon, Superhelden, Piraten, Pferdehof…

Dazu schreibt eine kurze Einleitung, z.B. „Oh nein, der böse Zauberer hat alle Süßigkeiten aus dem Märchenland gestohlen und in dieser Kiste versteckt! Helft den Märchenfiguren, die 6 Schlösser zu knacken…“ oder „Hilfe, ihr seid in einem Verlies eingeschlossen! Ihr müsst 6 Türen öffnen, um wieder herauszukommen…“ oder „Die Piraten haben einen Schatz gefunden, aber nur die Truhe ist fest verschlossen. Löst die 6 Rätsel….“

escape game spiel exit diy selber machenTipps: unter fakewhats.com/generator könnt ihr Chat-Nachrichten schreiben und ausdrucken, unter paulnewsman.com könnt ihr Fake-Nachrichtenseiten erstellen und z.B. per QR-Code darauf verweisen. Damit könnt ihr eure Geschichte eröffnen oder es nutzen, um den Spielern im späteren Spiel Tipps zu geben.

Die Rätsel erstellen:

Passend zu eurer Geschichte müsst ihr nun 6 Rätsel erstellen, mit deren Lösung eure Geburtstagsgäste die Zahlencodes knacken können (bzw. die versteckten Schlüssel finden). Die Rätsel sollten möglichst verschieden sein, um den Spaß zu steigern. So können die Kinder ihre verschiedenen Stärken besser einbringen. Die Rätsel sollten unabhängig voneinander funktionieren und jeweils ein Schloss öffnen. Hier einige Anregungen:

Puzzle:
Nehmt ein beliebiges Bild passend zu eurem Motto, druckt es auf A4 aus und klebt es auf Fotokarton oder Pappe. Zerschneidet das Bild in Puzzleteile (dem Alter der Kinder angemessen). Das Puzzle muss nun zusammengesetzt werden, darauf ist der Zahlencode zu erkennen. Diesen versteckt ihr mehr oder weniger offensichtlich auf dem Bild. Herausforderungen: Mit UV-Stift (auch gut als abschließendes Geschenk für die Gäste) schreiben – mit der eingebauten Taschenlampe kann der Code gelesen werden. Bilddatenbanken für kostenlose Fotos gibt es z.B. unter pexels.com oder unsplash.com.

Kreuzworträtsel:
Mit Hilfe der Seite xwords-generator.de könnt ihr kinderleicht ein eigenes Kreuzworträtsel erstellen. Ihr gebt dafür zum Motto passende Fragen und Antworten ein und euer Lösungswort. Das Programm erstellt das Kreuzworträtsel, das ihr dann nur noch ausdrucken müsst. Das Lösungswort gibt Hinweis auf den Zahlencode oder den Ort des Schlüssels (z.B. „Einsdreisieben“ oder „Waschmaschine“­­)

Buchstabensalat:
Mit der Seite suchsel.net könnt ihr euch ein Wörtersuchbild erstellen lassen. Schreibt hierzu eine Liste mit 10 zur Geschichte passender Wörtern und dahinter eine Zahl (z.B. Dornröschen = 4). Nur drei der Wörter sind im Suchbild versteckt und ergeben den Lösungscode.

escape game spiel exit diy selber machenLabyrinth:
Zum Erstellen eines Labyrinths nutzt zum Beispiel die Webseite mazes.angelika.me. Ihr könnt vorab festlegen, wie groß und kompliziert es werden soll (und der Lösungsweg wird auch mit angezeigt). Versteckt die Ziffern oder Buchstaben eurer Lösung entlang des richtigen Weges und ergänzt dazu falsche Zahlen oder Buchstaben. Auch hierfür könnt ihr den UV-Stift nutzen (wenn der Gag nicht schon gemacht wurde).

Geheimschrift:
Schreibt eine Botschaft in Geheimschrift. Sehr gut eignet sich dafür z.B. Braille, die Blinden-Punkt-Schrift. Über cbm.de könnt ihr euren Text in Blindenschrift übersetzen lassen. Schreibt ihn auf einen Zettel ab und legt ihn in eure Hinweiskiste. Zum Lösen legt entweder ein ausgedrucktes Blindenalphabet dazu (leichte Variante) oder lasst die Kinder frei über ihr Handy/ein Tablet einen Lösungsweg finden.
Eine weitere Verschlüsselungsmöglichkeit ist eine „Cäsar-Scheibe“.

Liederrätsel:
Hier muss ein Lied erraten werden. Schreibt als Buchstabenfolge die ersten markanten Noten eines Liedes auf einen Zettel (der Anfang genügt, z.B. ABDDAEF…), dazu kommen zwei Buchstabenfolgen, die keine Melodie ergeben, dahinter jeweils ein Zahlencode.
Auf den Zettel druckt auch einen QR-Code (zu erstellen z.B. mit qr.kits.blog). Der Code führt auf die Seite musicca.com/de/klavier, wo die Buchstaben mit Hilfe eines Online-Klaviers in Musik übersetzt werden können. Welche Buchstabenfolge ergibt eine Melodie? Dahinter findet sich der richtige Zahlencode, der das Schloss öffnet.

Sinnesrätsel:
Nummeriert Stoffsäckchen oder Ü-Eier und füllt sie mit verschiedenen „Duftproben“, z.B. Gewürzen wie Kaffee, Zimt, Lavendel, Rosmarin…. Auf einem Zettel notiert ihr verschiedene Düfte in allen möglichen Reihenfolgen. Die richtige muss nun anhand der Nase und der Zahlen auf den Proben gefunden werden. Dahinter steht der richtige Code bzw. nächste Hinweisort. Statt zu riechen können auch Dinge mit verbundenen Aufgaben erfühlt werden (z.B. Salz, Mehl, Reis, Nudeln….).

Weitere Ideen fürs Selbermachen eures Escape Spiels:

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  • Rechenaufgaben passend zum Alter
  • Bilderrätsel, bei dem ein Wort erraten werden muss. Wenn ihr nicht selbst malen könnt, findet ihr z.B. unter kits.blog/picto Pictogramme.
  • Punkte von 1 bis 100… verbinden lassen, die Linie ergibt den Umriss der Code-Zahlen
  • Quizaufgaben passend zum aktuellen Schulstoff (z.B. Hauptstädte der Bundesländer…) oder passend zum Motto des Escape Spiels
  • Ihr könnt auch mit Geräuschen arbeiten, auf der Seite salamisound.de gibt es eine große Datenbank (z.B. Tierstimmen).

Das Escape Spiel beginnt!

Alle 6 Rätsel erstellt? Die Zahlencodes verdreht oder die Schlüssel versteckt? Dann kann es mit eurem selbstgemachten Escape Game losgehen!

Ihr könnt den Kindern entweder alles, was sie zum Lösen der Rätsel brauchen, in einem Schwung geben, oder ihr versteckt es etwas im Raum/im Garten, so dass sie danach suchen müssen. Es sollte dann nicht zu offensichtlich sein, aber so, dass es auf jeden Fall leicht gefunden werden kann.
Arbeitet ihr mit farbigen Schlössern, sollte der Lösungszettel die Farbe des richtigen Schlosses verraten (z.B. das Kreuzworträtsel auf gelbes Papier drucken oder das Wort „gelb“ ist Teil der Lösung).

Noch ein paar abschließende Tipps für euer Escape Spiel:

  • Eine Gruppengröße von 3-5 Kindern ist perfekt. Darunter könnte es langweilig werden (weil mehr Köpfe mehr Blickwinkel und Ideen bedeuten), darüber wird es zu wuselig.
  • Macht es nicht zu schwierig, nach etwa einer Stunde lässt die Konzentration nach und Frust setzt ein.
  • Befindet ihr euch in einem größeren räumlichen Rahmen (z.B. Park, Wald), kommuniziert Regeln dazu, z.B. „nicht allein bewegen“ oder „alle Hinweise sind auf der Wiese versteckt“.
  • Lasst die Kinder machen! Als Eltern hält man es manchmal nur schwer aus, wenn Kinder nicht weiterkommen und will gleich Tipps geben. Wartet damit und gebt den Kindern eine Chance! Setzt euch einen Timer (z.B. 5 Minuten allein probieren lassen) oder verteilt 1-2 Jokerkarten, die im Notfall eingesetzt werden dürfen. Erfasst die Stimmung und wenn die Kinder einmal für längere Zeit völlig (begeistert) auf der falschen Spur sind, gebt einen Hinweis.
  • Bleibt Randfiguren. Seid im Raum, aber setzt euch in eine Ecke und seid kein aktiver Teil des Spiels. Sind mehrere Eltern mit dabei, schickt sie im Nachbarraum einen Kaffee trinken. Sonst fangen sie schnell an, mitzurätseln….
  • Es ist nicht schlimm, wenn eine eigene Dynamik entsteht und die Kinder zum Beispiel parallel verschiedene Aufgaben lösen. Das findet sich von ganz allein.

Viel Spaß bei eurem Escape Game! 

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