Secondhand liegt im Trend – und wir lieben es! Damit zahlt ihr nicht nur auf das Thema Nachhaltigkeit ein, es macht besonders für Babys und Kinder einfach extrem Sinn. Sie wachsen unglaublich schnell, neue Kleidung wird oft nur wenige Wochen oder Monate getragen. Gebraucht kauft ihr deutlich günstiger, außerdem sind Produktionsrückstände schon rausgewaschen. Auf Flohmärkten findet ihr oft einzigartige Stücke statt Massenware aus aktuellen Kollektionen. Last but not least: Kinder lernen durch Beobachtung. Wenn sie sehen, dass Dinge wiederverwendet werden, entwickeln sie ein nachhaltigeres Konsumverhalten.
Wir haben hier für euch Tipps zum Kaufen und Verkaufen auf dem Flohmarkt!
Flohmarkt: Tipps zum Kaufen
Der richtige Zeitpunkt: Seid ihr auf der Suche nach besonderen Dingen, kommt möglichst frühzeitig. Wenn ihr Schnäppchen machen wollt, ist es gegen Ende einfacher.
Bewusst einkaufen: Schaut vorher in euren Schrank, welche Größe ihr als nächstes braucht und welche Sachen euch fehlen, auch schon für die kommende Saison. Je älter die Kinder sind, desto wichtiger ist es, sie beim Kleidungskauf mitentscheiden zu lassen. Auch Geschenke für den nächsten Geburtstag, Weihnachten etc. kann man super gebraucht kaufen (dann ist es natürlich besser, wenn das Kind gerade nicht dabei ist).
Freundlich handeln statt aggressiv feilschen: Ein respektvoller Ton wirkt Wunder. Statt „viel zu teuer“ besser: „Würdest du mir das für 4 € geben?“ Wenn ihr mehrere Dinge kauft, fragt nach einem Paketpreis. Das funktioniert oft besser als Einzelverhandlungen.
Auf Qualität achten: Überprüft vor dem Kauf den Zustand der Sachen, bei Kleidung z.B. die Nähte und bei Spielen die Funktionstüchtigkeit (sofern das auf die Schnelle geht).
Ausreichend (Klein-)Geld einpacken: Auf Flohmärkten wird meist mit Bargeld bezahlt (auch wenn einige z.B. schon PayPal anbieten). Nehmt kleine Scheine und Münzen mit, damit euer Kauf am Ende nicht am Wechselgeld scheitert.
Einkaufen üben: Sind eure Kids mit dabei, gebt ihnen ein kleines Taschengeld, um sich selbst etwas auszusuchen. So lernen sie den Umgang mit Geld, treffen eigene Entscheidungen und entwickeln ein Gefühl für den Wert von Dingen.
Tasche(n) mitnehmen: Ihr werdet mehr finden als geplant. Eine stabile Tasche sorgt für einen sicheren Transport nach Hause.
Tipps zum Verkaufen auf dem Flohmarkt
Termin buchen: Die großen, beliebten Flohmärkte (siehe Übersicht nächste Seiten) sind meist in kürzester Zeit ausgebucht. Informiert euch rechtzeitig, wann und wie Termine vergeben werden und haltet euch dann bereit. Vielleicht wollt ihr euch den Stand mit einer Freundin teilen? Dann sprecht euch rechtzeitig ab.
Über Ausstattung informieren: Einige Märkte bieten euch einen breiten, überdachten Stand, bei anderen gibt es Biertische, manche stellen nur eine leere Fläche zur Verfügung. Organisiert euch alles, was ihr zusätzlich braucht (Tapeziertisch, Wäscheständer, Kleiderstangen, Sonnenschirm, Klappstuhl…).
Gut vorbereiten: Sortiert eure Sachen rechtzeitig, prüft ihren Zustand und überlegt euch sinnvolle Preise, damit ihr am Verkaufstag nicht ins Chaos geratet.
Ordentlich präsentieren: Sortiert euren Verkaufstisch thematisch und nach Größen. Legt Kleidung sauber zusammen oder hängt sie auf – ein übersichtlicher Stand verkauft deutlich besser als ein Wühltisch.
Freundlich sein: Versteckt euch nicht hinter eurem Stand oder dem Handy. Ein offenes Auftreten lädt zum Stöbern und Fragenstellen ein und erhöht die Chance, dass Interessenten auch wirklich etwas kaufen.
Realistische Preise setzen: Orientiert euch an Flohmarkt-Niveau statt Neupreis, denn faire Preise sorgen für mehr Verkäufe und weniger Diskussionen. Viele Käufer fragen ungern nach Preisen, Klebsel auf den Sachen oder Schilder helfen (super hierfür ist Malerkrepp, denn es lässt sich gut beschreiben und schnell und ohne Rückstände wieder ablösen). Kalkuliert kleine Verhandlungsspielräume ein.
Kleingeld bereithalten: Genug Wechselgeld ist entscheidend, sonst scheitern Verkäufe an simplen 10- oder 20-Euro-Scheinen. Bietet am besten zusätzlich PayPal-Zahlung an, über euer Nutzerkonto könnt ihr euch dafür sogar einen QR-Code ausdrucken (kleine Gebühren fallen an: bis 10 Euro 1 % vom Verkaufspreis + 5 Cent Festgebühr, ab 10,01 Euro 0,5 % + 10 Cent).
Wetter beachten: Denkt an Sonnenschutz oder Regenplane, falls kurze Schauer angesagt sind (bei durchgängigem Schlechtwetter werden die meisten Flohmärkte oft eh verschoben oder abgesagt).
Achtet auf euch: Ein paar Stunden Flohmarkt (plus Aufbau und Abbau) sind anstrengend. Packt euch ausreichend Getränke und Essen ein und unbedingt auch einen Klappstuhl, sollte keine Bank etc. gestellt werden.
Habt Spaß! Gemeinsam mit einer Freundin oder der Familie macht das Verkaufen mehr Spaß. So könnt ihr auch abwechselnd mal eine Pause machen, um z.B. selbst über den Flohmarkt zu stöbern. Seid stolz auf euch, ihr habt die Schränke geräumt, Geld verdient und zur Kreislaufwirtschaft beigetragen!
Nicht alles verkauft? Sozialkaufhäuser freuen sich über eure Spende.
Wir wünschen euch viel Freude und Erfolg!
Tipps für alle aus unserer Heimatstadt Potsdam:
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