Nachhaltig einkaufen leicht gemacht: Die 9 besten Tipps!

Nachhaltigkeit liegt absolut im Trend! Auch bei uns (sowohl bei uns persönlich, als auch bei POLA) spielt dieses wichtige Thema eine immer größere Rolle, denn jeder trägt mit seinem Konsumverhalten einen kleinen Beitrag zum Umweltschutz bei. Nachhaltig einkaufen kann sehr einfach sein, wenn ihr auf folgende Tipps achtet:

Nachhaltig einkaufen: Tipps für bio, öko & fair

1. Einkaufstasche oder Einkaufskorb mitnehmen

Nicht jeder hat das Budget für den nächsten Bio-Markt, aber auch in jedem Supermarkt könnt ihr auf bio, öko und fair achten! Und das fängt schon bei der Wahl der Einkaufstasche an. Denkt immer daran, eure eigene Tasche, Korb oder Klappkiste mitzunehmen. So müsst ihr an der Kasse nicht auf eine Papier- oder Plastiktüte zurückgreifen. Papiertüten verbrauchen bei der Herstellung unheimlich viel Energie und Plastiktüten brauchen Jahrhunderte, um zu verrotten. Nur, weil die kleinen und großen Plastiktaschen inzwischen Geld kosten, sind sie nicht umweltfreundlicher geworden!

2. Nur kaufen, was auch wirklich gebraucht wird

Die meisten kennen das Problem: Man geht hungrig in einen Supermarkt und kauft vor Überschwang den halben Markt leer. Doch wenn die zu großen Mengen an Lebensmitteln dann nicht verbraucht werden, spart man daran weder Geld, noch Müll. Macht euch zu Hause lieber einen Einkaufszettel mit den Dingen, die ihr wirklich braucht und arbeitet diese dann im Supermarkt ab. So kommt am Ende auch nur das in den Einkaufswagen, was auch wirklich verbraucht wird und wertvolle Lebensmittel werden nicht weggeworfen.

Tipp: Statt Einkaufszettel geht es natürlich heutzutage auch per App, hier könnt ihr die Liste auch mit allen Familienmitgliedern teilen und doppelte Wege werden vermieden (z.B. Bring!, Out of Milk oder Die Einkaufsliste).

3. Saisonal und regional einkaufen

Achtet im Supermarkt auf saisonale und regionale Produkte. Verzichtet auf ägyptische Erdbeeren im Winter und die weit gereiste Flugmango aus Mexiko. Es müssen keine eingeschweißten Äpfel aus Neuseeland sein, wenn hier in Deutschland gerade frische Äpfel geerntet wurden. Die eingeflogenen Früchte werden meist unreif geerntet, damit sie den langen Transport überstehen und es fehlt ihnen an Geschmack und Vitaminen.

Tipp: Gestaltet mit euren Kindern einen Saisonkalender. Hierfür malt ihr auf einen Fotokalender aus dem Drogeriemarkt einfach in jedes Monatsfeld das Obst und Gemüse, das gerade in Deutschland/Europa geerntet wird.

Bei Kräutern und Salaten sind wir übrigens große Fans der neuen “infarm”-Kästen in Supermärkten. Hier wachsen die Pflanzen vor Ort in einer Art Mini-Gewächshaus und werden alle zwei Tage frisch geerntet – ganz ohne Transportwege und besonders lecker!

Und geht doch mal auf einen Wochenmarkt, hier wird auf Saisonalität und Regionalität großen Wert gelegt. Eigenen Korb oder Tasche nicht vergessen! 🙂

4. Verpackung sparen

Achtet schon im Supermarkt darauf, wie die Ware verpackt ist. Bittet an der Wurst- oder Käsetheke darum, dass eure Ware nur in Papier gewickelt wird, eine zusätzliche Plastiktüte ist hier unnötig. Mit etwas Glück wird die Ware auch gleich in eure mitgebrachten Dosen gefüllt.

Greift auch beim Obst und Gemüse lieber zu der losen Ware, die ihr dann in eure mitgebrachten wiederverwendbaren Obst- und Gemüsenetze verstauen könnt (diese könnt ihr z.B. bei REWE oder EDEKA kaufen oder einfach selbst nähen).

Und kennt ihr eigentlich schon die Unverpackt-Läden? Dort könnt ihr eure eigenen Gefäße mitbringen (oder dort kaufen) und alles direkt abfüllen. Und das alles ganz ohne Plastikmüll!

5. Auf Gütesiegel achten

Viele, vor allem sehr günstige Produkte (aber auch vermeintliche Markenware) werden unter unfairen Bedingungen hergestellt. Wenn ihr beim Einkauf im Supermarkt auf Produkte mit dem Fairtrade- oder GEPA-Siegel achtet, kauft ihr auf jeden Fall nachhaltig und fair ein. Hier wird beim Handel darauf geachtet, dass Produzenten und Arbeiter gut behandelt und bezahlt werden.

6. Auf Inhaltsstoffe achten

Außen hui, innen pfui? Mit der App CodeCheck könnt ihr die Inhaltsstoffe vieler Produkte einfach durch Scannen des Barcodes überprüfen. Euch wird gezeigt, ob es bedenkliche Inhalte gibt, wie die Nährwerte des Produktes sind oder ob Allergiker sich vorsehen sollten. Außerdem könnt ihr euch Hinweise anzeigen lassen, ob für euch unerwünschte Inhaltsstoffe wie z.B. Palmöl, Gluten, Lactose oder Microplastik enthalten sind.

7. Lieber Mehrweg als Einweg

Was viele nicht wissen: Nicht alle Pfandflaschen sind automatisch Mehrwegflaschen! Die dünnen Plastikflaschen sind Einwegflaschen und werden meist direkt nach der Rückgabe im Automaten platt gemacht und dann energieaufwändig eingeschmolzen. Greift stattdessen auf Mehrweg-Flaschen aus Glas oder PET (das sind die festen Plastikflaschen mit Mehrweg-Symbol) zurück! Discounter haben oft nur Einweg im Angebot – setzt ein Zeichen und kauft besser im Getränkemarkt nebenan.

Besonders wichtig beim Thema Nachhaltigkeit ist hier auch der Transportweg. Kauft also besser lokale Marken wie Brandenburger Quell, Spreequell oder Bad Liebenwerda statt Gerolsteiner oder Evian. Und besser Saft aus Werder statt vom Bodensee!

Übrigens: Wer Sprudel mag, kann sich auch mit einem Wassersprudler (z.B. Brita, Sodastream) Kohlensäure in ganz normales Leitungswasser mischen und in einer BPA-freien Trinkflasche mit ins Büro nehmen!

8. Rettet Lebensmittel mit kurzem MHD

Greift zu, wenn Supermärkte Lebensmittel kurz vor dem Erreichen des Mindesthaltbarkeitsdatums vergünstigt anbieten. Hierbei handelt es sich NICHT um ein Verfallsdatum sondern es gibt lediglich den Zeitpunkt an, bis zu dem dieses Lebensmittel bei richtiger Aufbewahrung seine spezifischen Eigenschaften, beispielsweise Geruch oder Geschmack, behält (im Englischen heißt es zum Beispiel treffender “Best before…”.

Auch nach Ablauf des MHD sind die Lebensmittel oder Kosmetika immer noch eine ganze Weile haltbar. Mit eurem Kauf spart ihr nicht nur Geld, sondern verhindert, dass der Supermarkt die genießbaren Lebensmittel einfach wegwirft.

9. Kassenbon? Nein danke!

Es ist zwar nur ein kleiner Zettel, aber auch für ihn werden Bäume gefällt. Außerdem werden Kassenzettel auf mit Bisphenol A beschichtetem Thermopapier gedruckt. Das ist nicht nur umweltschädlich, sondern auch ungesund. Übrigens: Kassenzettel gehören nicht in die Papiertonne, sondern in den Restmüll – aber am besten wäre es, sie werden gar nicht erst gedruckt!

Nachhaltig einkaufen ist gar nicht so schwer. Oder, was meint ihr?

Und wer auch in der Küche etwas nachhaltiger handeln möchte, dem empfehlen wir zum Abdecken, Einwickeln und Mitnehmen diese tollen Bienenwachs-Tücher. Wie ihr sie selber herstellen könnt, erfahrt ihr bei uns!

Foto: unsplash/Kristina Tripkovic

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