Essbare Wildkräuter für einen Wildkräutersalat sammeln

Essbare Wildkräuter sind nicht nur lecker, sondern auch gesund! Sie besitzen viele ursprüngliche Mineral- und Vitalstoffe, da sie bei den Züchtern nie im Mittelpunkt standen und unverändert weiterwachsen konnten. Mittlerweile kann man Wildkräuter sogar im Internet bestellen, doch die Frische und Verbundenheit mit der Natur erfährt man nur, wenn man sie selber sammelt (und günstig ist es auch noch).

Aber wie erkennt ihr genießbare Wildkräuter? Perfekt ist es natürlich, wenn ihr eine/n Kräuterkundige/n kennt, der euch einmal auf seiner Runde mitnehmen kann. So war es auch bei mir! An dieser Stelle vielen lieben Dank an meine liebste Schwiegermama! 😉 Oder ihr holt euch ein Buch (siehe Empfehlungen am Ende des Beitrags) oder startet mit den hier beschriebenen Wildkräuter, die ihr aktuell fast überall findet und leicht erkennen könnt – vielleicht habt ihr sie bisher in eurem Garten als vermeintliches Unkraut gejätet? Gebt ihm eine neue Chance, ihr werdet überrascht sein, wie lecker es ist!

Welche Wildkräuter ihr von März bis zum Sommeranfang sammeln und was ihr daraus zaubern könnt, verraten wir euch jetzt.

Wildkräuter erkennen und sammeln

In der Nähe von Wald- und Wiesenwegen werdet ihr auf alle Fälle fündig. Achtet unbedingt darauf, dass dies keine Hundestrecke oder eine viel befahrene Straße ist und sammelt lieber ein Stück weiter vom Weg weg. Zum Sammeln nehmt am besten eine Tupperdose, Brotdose oder Ähnliches mit, so werden die Kräuter nicht zerdrückt.

Pflückt am besten immer nur die zarten (hellgrünen) Blätter oder jungen Blüten, denn diese schmecken am besten! Und denkt daran, eure gesammelten Kräuter zu Hause relativ zügig zu verarbeiten.

Hier einmal eine Übersicht von unseren Kräutern:

Von links oben nach rechts unten: Gundermann, Wilde Möhre, Löwenzahn, Giersch, Scharfgarbe, Brennessel, Vogelmiere, Sauerampfer, Spitzwegerich, Knoblauchsrauke, Gänseblümchen. Im Detail:

Gundermann 

Der würzige Gundermann wächst klein und unauffällig in wilden Gärten oder der freien Natur.

Wilde Möhre

Im Sommer wächst die Wilde Möhre hoch und auffällig am Wegesrand und man erkennt sie an den weißen Dolden. Zum Essen eignen sich allerdings nur die jungen und zarten Blätter.

Löwenzahn

Den Löwenzahn kennt jeder, doch nur die wenigsten Menschen wissen, dass man die jungen, nur leichter bitter schmeckenden Blätter und die frischen Blüten auch essen kann.

Giersch

Hinter Giersch vermuten die meisten Leute nur ein lästiges und penetrantes Unkraut, dabei besitzt er viele Mineralien und Vitamine.

Schafgarbe

Die Schafgarbe wächst meistens auf Wiesen, Weiden, Feld- und Wegrändern und man erkennt sie an den Blättern mit den vielen schmalen Fiedern.

Brennessel

Die Brennessel ist ein wahres Heil-Wunder, denn für fast kein anderes Wildkraut gibt es so viele Anwendungsgebiete.

Vogelmiere

Die Vogelmiere besitzt einen hohen Anteil an Vitaminen und Mineralstoffen und ist eines der häufigsten Wildkräuter in unserer Landschaft.

Sauerampfer

Charakteristisch für den Sauerampfer sind die langen, pfeilförmigen Blätter.

Spitzwegerich

Auch der Spitzwegerich zählt zu den heimischen Wildkräutern und man erkennt ihn an seinen langen, dünnen Halmen.

Knoblauchsrauke

Die Blätter der Knoblauchsrauke haben einen knoblauchartigen bis leicht pfeffrigen Geschmack.

Gänseblümchen

Auch die Blüten der Gänseblümchen eignen sich wunderbar für alle Wildkräutergerichte.

So lecker – Wildkräutersalat!

Bevor ihr die Wildkräuter verwendet, solltet ihr sie gründlich mit Wasser abwaschen. Bei der Brennessel empfiehlt es sich, sie mit der flachen Seite des Messers platt zu drücken oder in einem Tuch zu walken, denn so platzen die Nesseln auf und anschließend fein zu zerkleinern. Alle anderen Kräuter könnt ihr ganz grob zerkleinern. Der Anteil von Giersch, Vogelmiere und Sauerampfer sollte in eurem Salat am höchsten sein. Nehmt von den anderen Kräuter erst einmal nur wenig Blätter (oder Blüten), denn diese enthalten mehr Bitterstoffe.

Rezept für ein einfaches Dressing für euren Wildkräutersalat

Gebt nun alles in eine Schüssel und rührt ein leckeres Dressing an. Sehr zu empfehlen ist die Mischung aus einem Löffel Honig, einem Löffel Senf, drei bis vier Löffeln weißer Balsamico-Essig und Olivenöl. Je nach Geschmack könnt ihr natürlich auch nur euer Lieblings-Öl über den Salat geben.

Weitere leckere Wildkräuter-Rezepte sind selbstgemachte Wildkräuter-Butter, Kräuterquark oder Kräuter-Frischkäse. Alle drei Rezepte schmecken wunderbar als Aufstrich auf frischem Brot oder Brötchen oder als Dip zu Gemüsesticks wie Gurke, Möhre oder Paprika.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Sammeln und guten Appetit!

Büchertipps*

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