Sonnenschutz bei Babys & Kindern

Endlich ist der da – der lang ersehnte Sommer. Während meine Tochter und ich es in vollen Zügen genießen (wir verbringen den Nachmittag einfach in einem kühlen See 😉 ), fangen die ersten Leute schon wieder an zu jammern. Dabei tut die Sonne im Moment doch einfach nur gut. Die letzten Monate waren einfach zu nass und grau. Aber Vorsicht: Ab jetzt solltet ihr auch unbedingt wieder an Sonnencreme und die richtige Bekleidung denken. Da viele Eltern beim Thema Sonnenschutz immer noch unsicher sind, haben wir der Hautärztin, Dipl. Med. Sylvia Ludwig von der Poliklinik Ernst von Bergmann, ein paar wichtige Fragen zum Sonnenschutz bei Babys und Kindern gestellt.

POLA: Liebe Frau Ludwig, ab welcher Temperatur oder ab welchem Monat sollte man beginnen, seine Kinder wieder einzucremen?

Ludwig: Schon meine Großmutter hat gesagt: Märzensonne bräunt. Spätestens ab Ostern wird das Thema Lichtschutz auch in unseren Breiten wieder aktuell. Den UV-Index und welche Schutzmaßnahmen daraus resultieren, kann man tagesaktuell im Internet nachlesen.

Woher weiß ich, welches Sonnenschutzmittel gerade das Richtige ist (LSF 30, LSF 50 … )? Gibt es da eine Faustregel?

Für unsere Gegend gilt die Faustregel LSF 30. Für sehr hellhäutige Kinder und im Urlaub empfehle ich aber LSF 50.

Wie oft muss man nachcremen oder reicht es, die Kinder am Morgen und am Nachmittag einmal einzucremen?

Idealerweise sollten morgens alle nicht durch Kleidung bedeckten Hautareale mit Lichtschutzmittel eingecremt werden. Danach gibt uns vieles der Kita-Alltag vor. Die Zeiten mit höchster UV-Intensität verbringen die Kinder ab Mittagessen bis nach dem Mittagsschlaf in geschlossenen Räumen. Am Wochenende und im Urlaub muss man sehen, wann und wie lange das Kind draußen ist.

Sollten Babys auch schon mit Sonnenschutzmittel eingecremt werden? 

Bei Babys ist es noch einfach. Da haben die Erwachsenen jederzeit die Kontrolle: Der Kinderwagen gehört in den Schatten! Für ganz Lichtempfindliche gibt es Sonnenschutzmittel, die ab dem 6. Lebensmonat zugelassen sind.

Eignen sich Cremes, Lotions, Sprays, Fluids oder Gele am besten für die Kinderhaut?

Für jüngere Kinder sind Cremes oder Lotions (auch in Sprayform) am besten geeignet. (Ausnahme: bei Neigung zu Sonnenallergie)

Und wie viel Creme sollte man auftragen? Hilft viel auch viel?

Ja! Bei Lichtschutz gilt: viel hilft viel. Für ein jüngeres Schulkund sind ca 15ml notwendig. Am besten nimmt man 1 TL für Gesicht, je einen TL für die Arme usw.

Wie wasserfest ist wasserfeste Sonnencreme? Sollte man die Kinder nach dem Baden & Plantschen immer nochmal eincremen?

Die Bezeichnung wasserfest ist hier nur relativ zu sehen. (Im Test werden die Probanden nach dem Auftragen von Lichtschutzmitteln für 20 Minuten in eine Whirlwanne gesetzt. Wenn danach noch 50% Wirkung erreicht wird, gilt das Mittel als wasserfest, nach 2 x 20 Minuten Whirlwanne als extra wasserfest.) 

Mein Rat: nach dem Baden sofort abtrocknen und unbekleidete Haut erneut eincremen.

Und reicht das Eincremen als Sonnenschutz aus?

Auch für Lichtschutz gibt es eine ABC-Regel:

A – für Ausweichen, also direkte Sonne meiden

B – für Bekleiden

C – für Cremen

Bekleiden meint: 

  • dicht gewebte Baumwolle
  • dunkle Farben schützen besser als helle
  • eventuell spezielle UV-Schutzkleidung
  • Kopfbedeckung mit Krempe und Nackenschutz
  • UV-Sonnenbrille

Was kann ich tun, wenn man Kind doch einen Sonnenbrand bekommen hat? 

Drei bis vier Stunden nach zu viel UV-Bestrahlung wird die Haut rot und heiß, schwillt an und schmerzt. Jetzt hilft am besten Kühlen mit lauwarmen Umschlägen. Zusätzlich reichlich zu trinken anbieten. Sind größere Flächen betroffen oder treten Blasenbildung und/oder Allgemeinsymptome auf, ist der Gang zum Kinderarzt notwendig!

Vielen Dank für das Interview!

Wart ihr denn schon planschen? Hier verraten wir euch die schönsten Badestellen in Potsdam und Umgebung. Viel Spaß und Sonnenschutz nicht vergessen! 😉

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