10 Tipps für einen Flohmarkt-Verkauf

Irgendwann kommt man an den Punkt, wo man einfach nicht mehr weiß, wohin mit dem ganzen Zeug. Die Kinder sind schon wieder aus den Klamotten herausgewachsen oder für manche Spielsachen einfach zu alt geworden. Auch man selbst zieht bestimmte Kleidungsstücke einfach nicht mehr an und auch der ausgelesene Bücherstapel wird immer höher. Damit einem das viele Zeug nicht über den Kopf wächst, ist ein Verkauf auf dem Flohmarkt die perfekte Lösung. Man bekommt noch ein bisschen Geld für seine Sachen und bei einer anderen Familie lebt die ehemalige Lieblingsjeans noch ein paar Jahre weiter.

Im letzten Jahr war es auch bei uns soweit. Unser Keller war kaum noch betretbar und die Kisten mit aussortierten Klamotten stapelten sich bis zur Decke. Also meldete ich uns bei einem Familienflohmarkt an und verkaufte fast alles für 170€. Das war wirklich ein schönes Sümmchen, wovon wir wieder ein paar neue Teile für unsere Tochter kaufen konnten (auch wieder auf dem Kinderflohmarkt oder im Second-Hand-Laden 😉 ) Durch meinen ersten Verkauf auf dem Flohmarkt habe ich viele Erfahrungen gesammelt, die ich nun gern mit euch teilen möchte. Seht es als eine Art Checkliste an – wenn ihr euch daran haltet, werdet ihr auf jeden Fall erfolgreich sein. Versprochen! 🙂

Erfolgreicher Verkauf auf dem Flohmarkt –  Meine 10 Tipps

1. Qualität & Logik

Achtet unbedingt darauf, dass eure Sachen keine Flecken oder Löcher haben. Das kauft keiner! Überlegt euch vorher, wie ihr eure Sachen anordnet. Vielleicht legt ihr auf die eine Tisch-Seite Kindersachen und auf die andere Seite Erwachsenen-Klamotten? Oder aber ihr sortiert nach Größen? Ihr könnt aber auch nach Unter- und Oberteilen unterscheiden. Wichtig ist nur, dass ihr euch ein System überlegt, denn die meisten Leute werden euch danach fragen.

2. Eyecatcher

Präsentiert die besten Teile immer ganz vorn beziehungsweise ganz oben. Nur so werden viele auf euren Stand aufmerksam.

3. Preise & Verhandeln 

Überlegt euch vorher, wie viel ihr für welches Teil haben wollt und wo eure preisliche Schmerzgrenze liegt (die meisten Kunden wollen verhandeln). Ob ihr die Sachen alle mit kleinen Klebezetteln auspreist, sie nach Preisen sortiert (z.B. auch nach unterschiedlichen Preis-Kisten „Alle Teile 3€“) oder ihr alles nur im Kopf habt, bleibt natürlich euch überlassen. Bedenkt aber, dass einige Kunden nicht gern die Preise erfragen.

4. Gefühl für den Kunden entwickeln

Beobachtet eure Kunden ganz genau. Wollen sie lieber in Ruhe schauen oder freuen sie über eure Hilfe?!

5. Style der Kunden

Schaut euch auch an, was eure Kunden tragen. So könnt ihr ihnen (ganz nach ihrem Geschmack) schon passende Teile anbieten.

6. Jahreszeit beachten

90% der Leute kaufen Klamotten & Accessoires der aktuellen Jahreszeit. Einige wenige planen schon für die nächste Saison. Packt daher am besten passend zur Jahreszeit eure Flohmarkt-Kisten, denn ansonsten nehmt ihr fast alles wieder mit nach Hause.

7. Wechselgeld

Unbedingt an Wechselgeld denken! Bei der Bank könnt ihr euer Geld gegen ein paar Münzrollen eintauschen (sinnvoll: 1€ + 2€-Rollen) oder aber ihr sammelt euer Kleingeld ein paar Wochen vor dem Flohmarkt in einem Glas. Habt ihr (oder eure Kinder) eine kleine Geldkassette zu Hause? Dann packt diese auch ein! So könnt ihr das Wechselgeld schneller herausgeben und habt einen besseren Überblick über eure Einnahmen.

8. Tüten

Versucht schon lange im Voraus zu Hause ein paar Tüten zu sammeln. Die meisten Flohmarkt-Kunden sind sehr dankbar, wenn man ihnen für die vielen Teile einen Beutel anbietet.

9. Kleiderständer, Tapeziertisch, Campingstühle & Sonnenschirm

Nehmt unbedingt einen Kleiderständer oder Garderobenständer mit, an dem ihr eure schönsten Teile aufhängen könnt (zur Not bei Freunden oder der Familie nachfragen, wenn ihr keinen besitzt). Die meisten Leute schauen viel lieber an einem Kleiderständer nach Sachen, als auf einem Tisch zu wühlen. Außerdem kommen an einer Kleiderstange die meisten Teile erst richtig zur Geltung. Auch hier gilt wieder: Die schönsten Teile ganz nach vorn!

Für den Verkauf eignet sich besonders gut ein Tapeziertisch. Der ist schön lang und lässt sich durch das Zusammenklappen wunderbar im Auto verstauen. Da so ein Verkauf wirklich anstrengend ist, denkt unbedingt an Campingstühle (auch die kann man ganz einfach zusammenklappen). Und ganz wichtig: Nehmt euch unbedingt einen Sonnenschirm mit, sonst haltet ihr es bei Sonnenschein nicht lange aus. Auch hier können euch eure Nachbarn, Freunde oder Familie sicherlich etwas ausleihen.

10. Spaß

Habt Spaß, denn bei freundlichen und aufmerksamen Verkäufern kauft man einfach viel lieber ein! 😉

Apropos: Wo und wann ihr in diesem Jahr etwas verkaufen könnt, erfahrt ihr in unserem Artikel „Flohmärkte in und um Potsdam“.

Wir wünschen euch viel Spaß auf dem Flohmarkt!

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