Bunt: 4fach-Mama und Schauspielerin Vera Hübner

„Meine Kinder sind das Wichtigste in meinem Leben.“

Vera ist Mama von 3 Mädchen und einem Jungen, Künstlerin, Schauspielerin, 8fache Tier-Mama (2 Hunde, 4 Wellensittiche, 1 Hamster und 1 Katze) und lebt mit ihrer Familie in einem wunderschönen Haus nahe des Heiligen Sees. Wir haben sie letzte Woche in ihrer wunderschönen Villa Kunterbunt besucht und mit ihr über ihr Mama-Sein, das Thema „Working Mum“ und ihre Wünsche gesprochen.

Pola: Liebe Vera, bitte erzähl uns doch erstmal ein bisschen was über dich. 

Vera: Hallo, ich bin Vera Hübner und ich bin 34 Jahre alt. Ich bin Mama von vier Kindern. Charlotte ist 9, Heidi ist 6, Elena ist 3 und Eddie wird in ein paar Tagen 1 Jahr alt. Ich bin aber auch Künstlerin und Schauspielerin. Bis zu meinem Abitur habe ich in Hilden gelebt, bin dann aber für meine Klassische Schauspielausbildung nach Köln gezogen. Nach dem Studium habe ich gleich für Unter uns gedreht und bin dann für einen Kinofilm nach Berlin gekommen. Dort habe ich meinen Mann kennengelernt und drei Jahre später war ich  bereits mit unserer ersten Tochter schwanger. Und da mein Mann in Potsdam gelebt habt, bin ich dann zu ihm nach Potsdam gezogen. Nach dem dritten Kind haben wir geheiratet (das war ein großer Wunsch unserer ältesten Tochter) und alle meine vier Kinder wurden auch hier in Potsdam geboren.

Pola: Und was machst du aktuell?

Vera: Hauptberuflich bin ich ja Schauspielerin. Bis man meinen Bauch vom vierten Kind sah, habe ich bei Gute Zeiten, schlechte Zeiten gearbeitet. Dann haben sie meine Rolle rausgeschrieben. In Potsdam zu wohnen und in Babelsberg zu drehen, war wirklich wie ein 6er im Lotto. Vor Kurzem habe ich noch bei der Soko Potsdam mit gedreht.

Pola: Wie sieht eigentlich ein ganz normaler Tag bei euch aus?

Vera: Ja, also spätestens 6:40 Uhr geht unser Wecker, denn wenn man ein Schulkind hat, geht man ja wieder mit in die Schule. Mein Mann macht das Frühstück und ich ziehe die Kinder an. Dann frühstücken wir gemeinsam und Lotti geht mit den Nachbarskindern zur Schule. Dann bringe ich Heidi und Elena in den Kindergarten und Eddie bleibt solange bei meinem Mann. Und dann geht mein Mann ins Büro und ich schmeiße den Haushalt. Wenn Eddie sein 2-stündiges Vormittagsschläfchen macht, dann rotiere ich hier. Ich bin dann Hausfrau und versuche nebenbei auch noch meinen Job zu lenken. Am Nachmittag trudeln dann alle wieder ein und dann haben wir entweder zu Hause Programm oder meine Kinder sind bei ihren Nachmittagsveranstaltungen. Glücklicherweise kommt mein Mann dann gegen 18:30 Uhr nach Hause und wir essen gemeinsam Abendbrot. Dann lege ich mich mit meinen kleinen Kindern in unser großes Bett und nach dem Einschlafen verfrachte ich dann alle wieder in ihre Betten. Die beiden Jüngsten schlafen noch bei uns im Schlafzimmer. Und mein Mann räumt in dieser Zeit dann alles wieder auf. An manchen Abenden gehe ich dann nur noch baden und lege mich dann auch hin. Es gibt aber auch Tage, da verabrede ich mich nochmal mit meinem Mann und wir trinken gemeinsam ein Glas Wein .

Pola: Und wie schaffst du das alles mit vier Kindern?

Vera: Erstmal muss ich klarstellen: Ich schaffe das nur, weil ich so ein tolles Umfeld habe. Wir haben ganz tolle Nachbarn. Wir haben das Glück, in einer Straße zu wohnen, in der alle Kinder in denselben Kindergarten oder in dieselbe Schule gehen. Das heißt, alle Eltern können mal ein anderes Kind mitnehmen oder mit zurückbringen. Wir kochen uns hier wirklich gegenseitig die Hühnersuppe, wenn mal einer krank ist. Und dann habe ich auch noch das große Glück, da meine Eltern auch nach Potsdam gezogen sind und nun unheimlich viele Fahrtendienste übernehmen. Wenn ich diese helfenden Hände nicht hätte, könnte ich das alles auch nicht leisten. Nichtsdestotrotz bleibt das Meiste dann natürlich doch an mir und einem Mann hängen, aber das ist eben so, wenn man sich dazu entscheidet, vier Kinder zu bekommen.

Pola: Bleibst du jetzt noch weiterhin zu Hause oder willst du gern wieder mehr arbeiten?

Vera: Ich befinde mich gerade in einem Stadium, in dem ich mir überlege, wie das jetzt alles eigentlich weitergehen soll. Ich bin unheimlich gern Mutter und meine Kinder sind das Wichtigste in meinem Leben. Aber ich liebe auch meinen Job als Schauspielerin. Eigentlich bin ich jetzt in den Startlöchern um mich wieder präsenter als Schauspielerin zu zeigen. Aber realistisch ist es natürlich auch so, dass ich bezüglich meiner Kinder gerade ungern das Zepter jemand ganz anderem in die Hand geben möchte. Wenn das mit den Drehtagen noch im Rahmen ist, dann können auch meine Eltern oder mein Mann einspringen. Es ist nicht immer ganz so einfach, dass zu kombinieren, denn als Schauspielerin musst du sehr flexibel sein. Die Drehorte und Drehtage sind halt immer woanders. Ich versuche mich jetzt erst einmal auf Werbedrehs zu konzentrieren, denn die gehen meistens nur einen oder zwei Tage. Ich würde auch unheimlich gern mal wieder Theater spielen, aber das verschiebe ich erstmal um einige Jahre.

Pola: Was müsste sich deiner Meinung nach in der Arbeitswelt für Mütter ändern?

Vera: Ich glaube, Frauen befinden sich heutzutage immer in dem Konflikt: Kind oder Karriere? Ich habe einen inneren Frieden damit geschlossen, dass ich Mama von vier Kindern bin und das auch wirklich gern bin. Ich bin der Meinung, dass das klassische Modell, so wie es früher war, dass heißt, der eine Elternteil geht arbeiten und der Andere kümmert sich mehr um die Kinder, gar nicht so falsch ist. Man kann doch einfach dazu stehen, zu sagen: Ich bin eine Frau und das Kind ist in meinen Armen am besten aufgehoben und ich möchte gern so viel Zeit wie möglich mit meinen Kindern verbringen. Ohne dass das jetzt bedeuten soll, dass man nie wieder arbeiten will. Aber der Konflikt, der heutzutage zwischen der Karriere und den Kindern herrrscht, ist meiner Meinung nach auch ein wenig selbst gemacht. Man kann doch auch einfach, wenn die Kinder noch klein sind, seine Karriere zur Seite stellen und ansonsten muss man sich eben genau überlegen, welchen Weg man einschlägt. Von Firmen und Konzernen würde ich mir wünschen, dass sie sich mehr an kindgerechte Zeiten anpassen würden. Klar, das ist meckern auf hohem Niveau, aber es wäre doch schön, wenn man Mütter in dieser Hinsicht mehr unterstützen könnte. Denn: Die Kinder sind unsere Zukunft und ich glaube, je mehr Zeit man in seine Kinder investiert, umso besser wird auch die gemeinsame Zukunft. Die Verbindung zwischen Mutter, Vater und Kind ist einfach das Wichtigste im Leben.

Pola: Was ist für dich das Schönste am Mama-Sein?

Vera: Die bedingungslose Liebe, die man von seinen Kindern bekommt. Und das man die auch geben kann. Die Natur hat das wirklich toll eingerichtet. Und ich lerne auch total viel von den Kindern, da sie die Welt einfach mit ganz anderen Augen sehen. Und ich sehe sie dann auch wieder mit anderen Augen.

Pola: Und was ist für dich das Anstrengendste am Mama-Sein?

Vera: Das man immer allen gerecht werden möchte und auch mitbekommt, dass man es manchmal einfach nicht schafft. Und schwierig finde ich auch, wenn man sich die Welt als Großes anschaut und erkennt, dass nicht alles friedlich abläuft. Und dann kommen mir manchmal Gedanken, dass meine Kinder in einer Welt groß werden, in der man eigentlich nicht weiß, was alles noch so kommt. Besonders bezüglich der Umwelt. Ich versuche auch mit meinen Kindern darüber zu sprechen und ihnen aufzuzeigen, dass wir hier einen Planeten bewohnen, der nicht uns gehört, sondern von dem wir auch nur ein Teil sind. Diesen Weltschmerz hatte ich schon immer und ich versuche den Kindern nahe zu legen, dass wir am Ende alle ein Ganzes sind.

Pola: Wann und wie nimmst du dir deine Auszeiten?

Vera: Ja, das brauch ich wirklich auch mal. Und ich versuche mir eine Auszeit zu nehmen, wenn Eddie sein Vormittagsschläfchen hält. Dann leg ich mich gern mal in meine Hängematte und lese. Eigentlich mache ich auch Yoga, habe das aber seit Eddie auf der Welt ist, ganz schön vernachlässigt. Das würde ich auch gern wieder mehr machen.

Pola: Hast du einen Traum? In welchem Film würdest du gern einmal mitspielen?

Vera: In einem tollen Kinofilm. Ich würde einfach gern mal mehr von mir zeigen und in eine ernstere Rolle schlüpfen wollen. Meistens werde ich für die komödiantischen Rollen gebucht, aber ich würde unheimlich gern mal etwas ernsteres spielen wollen.

Und wo ist euer Familien-Lieblingsort in Potsdam?

Vera: Lacht. Na bei uns im Garten. Meistens kommen dann noch die Nachbarskinder zu uns und dann ist hier wirklich viel los. Langweilig ist es bei uns eigentlich nie. Potsdam hat meiner Meinung nach wirklich viele schöne Ecken für Familien. Allein schon der Heilige See ist traumhaft schön. Ich empfehle auch immer allen Freunden, nach Potsdam zu ziehen.

 

Liebe Vera, vielen lieben Dank für das tolle Interview!

 

Falls ihr noch mehr Homestorys sehen wollt, dann schaut euch unbedingt die Bilder von Carlotta und ihrem zu Hause an.

 

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