8 Tipps für die Krippeneingewöhnung

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Nächste Woche startet das neue Kitajahr und meine Kleine freut sich schon sehr. Drei Wochen hatte unsere Kita nun Schließzeit und ab nächsten Montag hat uns der Alltag dann wieder fest im Griff. Eine Erzieherin meiner Tochter muss die Gruppe leider verlassen, denn sie wechselt nun wieder zu den ganz Kleinen und beginnt ab nächster Woche dann auch wieder mit der Eingewöhnung. Da die Eingewöhnung meiner Tochter ganz wunderbar geklappt hat und mir sehr gefallen hat, wie bedürfnisorientiert sie die langsame Ablösung von uns Eltern durchgeführt hat, habe ich sie einfach mal nach ihren Tipps für die Krippeneingewöhnung gefragt. Startet für euer Kind bald die Eingewöhnung? Dann schaut euch die Tipps unbedingt mal an.

Tipps für die Krippeneingewöhnung

1. Die Zeit

Man sagt, dass nach ca. drei Wochen eine Eingewöhnung erfolgreich abgeschlossen sein sollte, dass heißt, das Kind ist sicher angekommen und kann sich problemlos von seinen Eltern am Morgen „trennen“. Der Elternteil, der das Kind eingewöhnt, sollte also genügend Zeit für die Eingewöhnung einplanen (am besten vier Wochen), um auch bei schwierigen Eingewöhnungen keinen Druck auf das Kind auszuüben. Denn je mehr Stress und Druck die Eltern haben, desto mehr Stress hat auch das Kind. Im Umkehrschluss gilt dann auch:  Je entspannter die Eltern, desto entspannter ist es auch das Kind.

2. Impfungen

Alle Impfungen sollten möglichst vor der Eingewöhnung stattgefunden haben. Impfungen, die mitten in der Eingewöhnungszeit stattfinden, können eventuell Nebenwirkungen aufzeigen, welche den Kindern einen Kitaaufenthalt nicht gestatten könnten. Außerdem könnten die Kinder durch plötzlich auftretendes Fieber oder einer angeschwollenen Einstichstelle am Oberarm mit der Kita etwas Unangenehmes verbinden, was die Eingewöhnung wohlmöglich zunichte machen könnte. Ein längerer Ausfall, aufgrund von einer Krankheit, kann sich ebenfalls rückwirkend auf die Eingewöhnung auswirken und man müsste im schlimmsten Fall wieder ganz von vorn beginnen.

3. Nuckel, Kuscheltier & Co

Für die gesamte Eingewöhnungszeit und auch für die Zeit danach sind gewohnte Utensilien des Kindes (wenn es welche hat) ein absolutes Muss. Dazu zählen Nuckel, das Lieblings-Kuscheltier, Kuschelkissen oder sogar auch ein T-Shirt von Mama oder Papa, welches beim Kummer oder zum Einschlafen in der Kita sehr hilfreich sein könnte. Der Geruch von Mama und Papa vertreibt schnell Kummer und Sorgen. Es gibt sogar eine Kuschelhasen, welcher an seinem Bauch ein kleines Fenster für ein Foto hat. Dieser hat sich bei Eingewöhnungen schon oft bewährt.

4. Die Verabschiedungen

Für die gesamte Eingewöhnungszeit und auch für danach gilt: Immer vom eigenen Kind verabschieden! Egal ob die Eingewöhnung unproblematisch läuft oder das Kind mitten im Spiel ist und man es eigentlich nicht stören will – im Sinne von „Ach super, ich schleiche mich mal schnell weg.“. Niemals! Bitte immer vom Kind verabschieden! In welcher Form auch immer: Kuss, Drücker in Verbindung mit Worten: „Ich komme gleich wieder.“, „Tschüss“ etc.. Es ist sehr wichtig für das Kind, wenn es weiß, dass man wirklich gleich wiederkommt und es sich auf die Eltern verlassen kann.

5. Die Nächte

Während der Eingewöhnung (und auch darüber hinaus) wird das Kind das Geschehene des Tages in Form von einem unruhigen Schlaf verarbeiten. Es kann sein, dass sich die Schlafgewohnheiten des Kindes dadurch ändern und man einmal mehr am Bett des Kindes stehen muss. Aber das ist ganz normal und auch hier gilt: Jedes Kind ist anders!

6. Tür- und Angelgespräche

Nach einem erfolgreichen Kitatag des Kindes möchten die meisten Eltern beim Abholen von den Erziehern wissen, wie der Tag des Kindes so ablief. Womit hat das Kind gespielt? Hat das Kind geweint? Hat es was gegessen? War es oft allein? etc..  All die Fragen brennen den Eltern natürlich auf den Zungen, dennoch: Sobald man das Kind in die Arme schließt, sollten ein paar wenige Worte für den Austausch genügen. Am nächsten Morgen kann man sich gern genauer über den vergangenen Tag unterhalten. Und dafür gibt es auch eine ganz einfach Erklärung: Das Kind soll merken, dass der Kitatag nun zu Ende geht, sich in der Garderobe anzieht und dann auch die Kita verlässt. Das verhindert Verunsicherungen und wirkt sich positiv auf das Kind aus.

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7. Die richtige Tageszeit

Das Kind sollte auf alle Fälle ausgeschlafen und satt zur Eingewöhnung erscheinen. Es bringt niemandem etwas, wenn das Kind durch Müdigkeit oder Hunger beginnt, unruhig zu werden und im Endeffekt für alle Situationen überfordert ist. Tipp: Die beste Zeit ist ab um 9 Uhr bis zum Mittagessen (besonders für die ersten Tage).

8. Reden ist Gold

Es ist sehr gut, so viel wie möglich mit dem Kind über die Kita und die neuen Dinge, die man ja gerade gemeinsam erlebt, zu sprechen. Auch wenn das Kind eventuell noch nicht richtig antworten kann, versteht es meistens mehr, als man denkt. Es empfiehlt sich, nach dem Aufstehen beim Frühstück darüber zu reden, dass es gleich in die Kita geht. Ermutigen und Hinweise wie: „Da warten schon Oskar, Paul, Charlotte und deine Erzieherin Heidi auf dich!“ tragen zur Vorfreude auf die Kita bei.

Auch am Nachmittag nach dem Abholen sollte man ebenso über den Tag sprechen und gleich darauf hinweisen, dass es morgen wieder dorthin geht. Im besten Fall erscheint ein Lächeln auf den Lippen, wenn das Kind an die Kita denkt. 😉

Mein Tipp: Versucht einfach, immer auf euren Bauch zu hören. Wenn euch etwas Sorge bereitet, sprecht es sofort bei den Erziehern an. Ich kann aus Erfahrung sagen, dass das bei uns immer gut geklappt hat und man gemeinsam einen Weg gefunden hat.

Und nun: Alles Gute für eure Eingewöhnung!

Foto: Unsplash // Jelleke Vanooteghem

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