Wie wärs? Mit dem Baby durch Babelsberg

Tag ein, Tag aus ist man mit dem Baby in seinem Viertel unterwegs. Verständlich, denn die Zeit bis zur nächsten „Fütterung“ ist begrenzt und man weiß einfach genau, wo man bequem mit dem Wagen lang schieben und sich auch noch einen schnellen Kaffee besorgen kann. Aber Potsdam hat so viele schöne Ecken und die müssen unbedingt entdeckt werden. Habt ihr also Lust, beim Kinderwagenschieben mal was Neues von eurer Stadt zu sehen? Dann schnappt euch eure Mädels, mit denen ihr sowieso immer eine Runde dreht und zeigt ihnen doch mal diese schöne Kinderwagentour durch Babelsberg. Wasser, Kulinarik, Shopping, Kultur und ganz viel Grün garantiert! Und absolut kinderwagentauglich, denn die liebe Claudia, Mutter eines Baby-Jungen und gebürtige Babelsbergerin, hat uns diese Tour zusammengestellt. Viel Spaß!

Los geht´s mit einer Stärkung!

Ich beginne gerne am Kellermann und gucke, was es dort wieder Leckeres gibt. Ein warmes Kichererbsencurry an kälteren Tagen oder ein Stück Kuchen oder einfach nur einen Kaffee – das Angebot ist immer wunderbar und auch für Veganer geeignet! Oder ich mache beim Vietnamesen Halt und esse eine Pho, der Kinderwagen passt dort in den Gastraum oder neben die Tische draußen. Ich schiebe weiter und biege in die Garnstraße ein. Dort gibt es einen gut geführten Kinder-Secondhand-Laden, Babelsbergs ersten Unverpacktladen mit kleinem Speisen- und Getränkeangebot und den SchokoLaden mit süßen Köstlichkeiten aus aller Welt. Bitte beachtet, bis auf den Unverpacktladen und SubBa sind leider alle Geschäfte nicht barrierefrei (Tragehilfe einpacken!).

Durchs Weberviertel in den Park

Ich schiebe die Garnstraße bis zum Ende und biege rechts nach Alt Nowawes ein. Hier rollen wir an den schönsten Weberhäusern entlang, bis wir zum Pförtnerhaus am Eingang zum Babelsberger Park kommen. Ziel ist das Kleine Schloss direkt am Tiefen See. Im Sommer kann man dort nett draußen sitzen, ein Eis essen und aufs Wasser gucken. Die öffentliche Liegewiese schräg gegenüber lädt zum Spielen und das flache Wasser zum Planschen ein.

Weiter geht es den Hauptweg lang. Die Glienicker Brücke spannt sich linker Hand über die Havel und das dem englischen Tudorstil nachempfundene Schloss Babelsberg thront rechts auf dem Babelsberg, welcher dem Stadtviertel einst seinen Namen gab. Ich folge weiter dem Hauptweg, der jetzt etwas ansteigt, verlasse den Park und biege links in die Karl-Marx-Str. ab. Diese Straße ist gesäumt von tollen Villen und du kannst zwischen zwei Untergründen wählen: der linke Fußweg ist Kleinpflaster und holpert schön (mein Baby schläft dabei herrlich), der rechte Fußweg sind glatte Platten.

Und dann: Völlige Ruhe!

Ich folge der Straße und bestaune die prachtvollen Gebäude und male mir aus, welche berühmten DEFA-Filmstars hier wohl mal wohnten, bis ich rechts in die Behringstraße einbiege. Dass man noch in Potsdam ist, vergisst man hier sehr schnell. Alles ist so ruhig und dörflich, ein Vorgarten hübscher als der andere und man grüßt sich, egal ob man ein Nachbar ist oder nicht. Ich liebe es! Wir rollen die Behringstraße entlang, bis sie die Goethestraße kreuzt. Ich biege am Haus mit den grünen Fensterläden nach rechts ab und finde mich auf der Plantagenstraße wieder, die auf den Plantagenplatz führt. Diesen überquere ich schräg rechts und wir rollen in die mit Weberhäusern gesäumte Wichgrafstraße ein, die direkt auf den Weberplatz führt.

Fast geschafft!

Dort ist Sonnabends Markt, ein Besuch lohnt sich! Die klassizistische Weberkirche ist wunderhübsch und der bebaumte Platz lädt zum Verschnaufen ein, wenn man es nicht schon auf dem großen Spielplatz auf dem Plantagenplatz getan hat. Vom Weberplatz sind es dann nur noch fünf Minuten bis zum Kellermann.Wer jetzt noch Puste hat, kann die Karl-Liebknecht-Straße entlang shoppen. Der Stoffladen mit angrenzendem Café ist toll, die Bürgelbuchhandlung gemütlich, das Eis bei Jannys lecker oder du kaufst noch Strampler bei Ernstings Family. Ich genieße diese große Schieberunde sehr! Sie hat einfach alles – Babelsberg at its best.

Und hier nochmal die Tour im Überblick:

Dauer: je nach Geschwindigkeit 1,5 bis 2 Stunden
Länge: ca. 6 km
Start und Ziel: Café Kellermann, Karl-Liebknecht-Str./ Ecke Rudolf-Breitscheid-Str,. Straßenbahnhaltestelle „Rathaus Babelsberg“
Einkehrmöglichkeiten: Kellermann, Viet SubBa, SchokoLaden, FairPackt, Kleines Schloss

Text: Claudia Kumke

-> zu den weiteren Ideen für Potsdam mit Baby

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