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Und was machst DU? “Bei dm bin ich einfach total glücklich!”

Die Schule ist geschafft, hurra! Aber wie soll es nun weiter gehen? Welcher Job passt zu mir? Ausbildung oder doch lieber Studium? Diese Fragen hat sich auch Lara Beier (21) gestellt. Sie hat im Sommer ihre Ausbildung bei dm in der Filiale in Potsdam Bornstedt angefangen. Wir haben sie für euch interviewt und hinter die Kulissen geschaut.

Liebe Lara, war für dich schon in der Schule klar, welchen Beruf du einmal ausüben möchtest?

Lara: Nein, gar nicht! Eigentlich wollte ich studieren und habe deshalb extra Abi auf der Voltaire gemacht. Zwei Jahre lang habe ich mich mit den verschiedenen Studiengängen beschäftigt, aber nichts gefunden, was mich richtig interessiert hat und wo ich wirklich gesagt habe „Das bin ich!“.

Ich habe mich immer schon viel mit Kosmetik beschäftigt und hatte früher sogar einen eigenen Blog dazu, den ich aber in der stressigen Abizeit eingestellt habe. Irgendwann meinte mein Freund zu mir: „Du bist doch jeden Tag bei dm, dann mach doch deine Ausbildung da!“. Da hat für mich plötzlich alles zusammengepasst.

Diese Entscheidung interessiert die Eltern ja generell auch sehr – wie haben deine Mutter und dein Vater reagiert?

Das passt zu dir!

Mein Vater war total begeistert und meinte gleich: „Das passt zu dir!“. Er sagte immer, dass es das Wichtigste sei, dass ich glücklich bin, da könne ich auch den ganzen Tag Rasenmäher fahren.

Meine Mutter reagierte ganz anders und meinte: „Wie kannst Du nur?!?“ und dass ich da nur an der Kasse sitzen würde. Inzwischen ist sie auch sehr stolz. Sie hat mich letztens auf der Arbeit besucht und angefangen zu weinen, als sie mich in meinem weißen Arbeitskittel gesehen hat.

Und wie war es in deinem Freundeskreis?

Meine Freundinnen freuen sich auch alle. Ich bin in Sachen Kosmetik und Pflege immer auf dem neuesten Stand und kann Tipps geben und alle sehen, dass ich total darin aufgehe. Meine beste Freundin ist nach dem Abi erstmal ins Ausland gegangen, weil sie auch keine Idee hatte, was sie machen soll. Sie ist super stolz, dass ich so schnell was gefunden habe und dass es genau mein Ding ist.

Das klingt toll! Und wie war der Weg zur Ausbildungsstelle, war die Bewerbung schwer?

Nein, gar nicht. dm hat ein Online-Portal, wo man die offenen Stellen und Ausbildungsplätze sehen und sich auch gleich bewerben kann.
Man bewirbt sich gezielt in einer Filiale und ich wollte zunächst nach Groß Glienicke, weil ich dort in der Nähe wohne. Das hat aber leider nicht geklappt. Inzwischen finde ich es gut so, denn Potsdam Bornstedt ist auch nicht weit und nach der Ausbildung ist eh vorgesehen, die Filiale zu wechseln, damit man nicht der ewige Lehrling ist. So bleibt mir im Prinzip alles offen.

Über das Portal schickt man eine normale Bewerbung mit seinen Zeugnissen in seine Wunschfilialen. Ich wurde dann direkt zum Gespräch eingeladen. Das ging alles total schnell. Im Juni war Abiball und als ich Ende Juni mein Abizeugnis hatte, habe ich mich direkt beworben. Im Juli hatte ich die Zusage und im August habe ich schon angefangen!

Wie sieht eine typische Arbeitswoche bei dir aus?

Ich bin hier total glücklich!

Drei Tage die Woche bin ich hier in der Filiale, am Dienstag und Donnerstag haben wir immer Berufsschule. Hierfür muss ich nach Berlin Kreuzberg, hier treffen sich alle “Lernlinge” aus der Region. Anfangs waren wir 21 Lehrlinge in der Klasse, jetzt sind wir 17. Die anderen haben gemerkt, dass es doch nicht so ihr Ding ist. Übrigens alles Frauen. Obwohl in einer Klasse auch mal drei Jungs sind, sind Frauen bei dem Job in der Mehrzahl.

Die Klasse ist toll. Man lernt sich ganz schnell kennen – wir haben ja im Prinzip alle die gleichen Interessen, ganz anders als zum Beispiel in einer Abiklasse. Das verbindet und schweißt zusammen.

Was lernst du so in der Berufsschule?

Total viel. Wir haben Rechnungswesen und Wirtschaftslehre, beschäftigen uns mit rechtlichen Themen und natürlich auch mit Chemie, Warenkunde und mit Kosmetik. Es gibt auch Deutsch, und man lernt, wie man gute Beratungsgespräche führen kann oder wie man Körpersprache deutet. Und Pflanzenkunde und wir werden ein eigenes Herbarium anlegen.

Auch Fotografie ist ein wichtiger Bereich. dm hat ja fast überall Fotostationen, wir machen hier bei uns auch Passbilder und drucken Fotobücher oder große Poster. Hier lernen wir zum Beispiel, warum Bilder unscharf sind oder falsch belichtet. Deshalb nennen wir uns am Ende der Ausbildung auch Drogisten mit Fachrichtung Fotografie.

Was ist dein Lieblingsfach?

Kosmetik! Aus dem Bio-Abi wusste ich schon ein paar Sachen wie die Zusammensetzung der Haut und habe mich selbst viel mit dekorativer Kosmetik beschäftigt. Aber ich kenne ja bisher nur mein eigenes Gesicht und schminke das, da lerne ich gerade total viel dazu.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus?

 

Auch das ist sehr vielseitig. Beratung spielt eine sehr große Rolle. Man wird selbst von Kunden angesprochen oder geht natürlich auch auf Leute zu, die im Gang herumirren. So lernt man die verschiedensten Menschen kennen und das ist toll.

Auch an der Kasse macht es mir Spaß, weil man hier in direktem Kontakt mit den Leuten ist und auch mal einen Witz machen kann. Selbst eine Kassenschicht ist abwechslungsreich, weil man ja nicht durchgängig an der Kasse sitzt, sondern zwischendurch immer wieder andere Sachen macht.

Und natürlich müssen wir auch neue Ware auspacken und einsortieren. Vor der Fotostation habe ich derzeit noch am meisten Respekt – hier gibt es echt viel Technik und Geräte und man muss sich erst reinfuchsen.

Hier gibt es ja tausende verschiedene Produkte, ist das nicht zunächst super schwierig?

Am Anfang war es total viel Input.

Ja! Wir haben für den Job aber ein personalisiertes Smartphone mit super vielen Informationen. Hiermit kann man einfach den Barcode einscannen und bekommt dann die Daten zum Produkt. Das hilft zum Beispiel auch beim Einsortieren – weil ich so sehe, ob es zu einer bestimmten Produktreihe gehört oder zu den sensiblen Cremes usw.

Ich habe schon super viel dazugelernt. Am Anfang habe ich einen ganzen Tag gebraucht, um eine halbe Palette Waren einzusortieren, alles war fremd und es war total viel Input. Du wirst ja auch sofort von Kunden angesprochen, da man ja wie ein normaler Mitarbeiter aussieht.
Anfangs war ich immer total aufgeregt. Man kann nicht alles von Anfang an, aber das ist normal.

Kannst du inzwischen alle Kundenfragen beantworten?

Nein. (lacht) Als junger Mensch kennt man sich ja zum Beispiel noch gar nicht mit den Babyprodukten aus oder auch wenig mit den Haushaltswaren. Für die Babysachen hole ich dann meist eine Kollegin zu Hilfe, die selbst Mutti ist. Und sonst kann ich immer mein Handy befragen. Das hilft auch ungemein, wenn ein Kunde ein bestimmtes Produkt sucht! Ich kann dann einsehen, wo es im Regal steht. Am Anfang wurde ich zum Beispiel mehrmals nach „Flohsamenschalen“ gefragt und das hatte ich wirklich noch nie gehört!

Ich auch nicht! Was ist das??

Das sind Pflanzensamenschalen, die zum Beispiel bei Verdauungsproblemen helfen. (lacht) Die Kunden sind immer total dankbar, wenn ihnen geholfen wird und das macht mich glücklich. Letztens hatte ich auch eine ältere Dame, die brachte einen ganz alten Lippenstift mit und wir haben dann zusammen eine halbe Stunde gesucht, um etwas Ähnliches zu finden. Wenn man die Lösung hat, ist das selbst total befriedigend.

Du bist also glücklich mit deiner Entscheidung?

Teils Hobby, teils Arbeit.

Total glücklich! Ich fühle mich, als wäre ich ein Stück gewachsen. Früher war ich total schüchtern, konnte nicht mit Kritik umgehen und habe immer sofort gedacht, die anderen mögen mich nicht. Ich bin viel selbstsicherer geworden und habe gelernt, auf Leute zuzugehen.
Mein Freund sagt, ich bin viel angenehmer geworden. (lacht) Nach der Schule war ich immer total gestresst und wollte nur noch in Ruhe gelassen werden. Im Abi war viel Druck, da habe ich danach entweder nur noch auf der Couch gelegen oder bis 22 Uhr Hausaufgaben gemacht.

Jetzt komme ich beflügelt und voll Energie von der Arbeit, bringe neue Kerzen oder Süßigkeiten mit und erzähle, was es bei uns alles Neues gibt. Mein Alltag fühlt sich nun an wie teils Hobby, teils Arbeit.

Und wie ist es in deinem Team hier?

Wir sind hier zu acht und ich fühle mich total gut aufgenommen. Früher hatte ich auch nur mit Gleichaltrigen Kontakt, hier gibt es ältere und jüngere Kolleginnen. Man kann mit allen gut reden, auch für private Tipps, wie bei einer Freundin.

Was hast du dir von deinem ersten Gehalt gekauft?

Als das erste Gehalt kam, war ich richtig stolz und bin zur ganzen Familie gerannt und hab meinen Kontostand rumgezeigt. Ich habe mir dann gleich Schuhe für 170 Euro gekauft, auf die ich schon lange ein Auge geworfen hatte. Vorher hatte ich nur mein Kindergeld und mit 200 Euro im Monat kannst du dir natürlich keine teuren Schuhe kaufen. Es ist auch toll, in diesem Jahr meinen Eltern Weihnachtsgeschenke vom eigenen Geld kaufen zu können!

Das klingt alles toll! Meine letzte Frage: Welche Tipps gibst du anderen Bewerbern, was man für die Arbeit hier unbedingt mitbringen sollte?

Man muss in jedem Fall kontaktfreudig sein, offen und hilfsbereit. Man braucht ein Grundinteresse an Kosmetik. Und man sollte relativ gut in der Schule sein, die Berufsschule kann sehr herausfordernd sein. Dazu braucht man Spaß am Lernen.

Liebe Lara, vielen Dank für das offene und interessante Interview und weiterhin viel Spaß bei deiner Ausbildung!

Weitere Informationen zur Ausbildung bei dm:

Interessiert? Unter unter → dm.de/machwasdraus findet ihr weitere Informationen zur Ausbildung oder einem Studium in den verschiedensten Bereichen bei dm (im Markt, der IT, der Logistik oder in der Zentrale).

Kurzübersicht Ausbildung als Drogist:

  • Voraussetzung: Mittlerer Schulabschluss MSA, Abiturienten haben unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, auf zwei Jahre zu verkürzen
  • Ausbildungszeit: 3 Jahre
  • Abschluss: Drogist – später Weiterbildung zum Handelsfachwirt möglich
  • Gehalt: unterschiedlich nach Bundesland, in Brandenburg im 1. Lehrjahr 955€/Monat, im 2. Lehrjahr 1.055€, im 3. Jahr 1.165€ (ab 1.9.2020: 1.015€ / 1.105€ / 1.225€)
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