Wir alle haben tausende Familienfotos auf dem Handy, aber kaum noch Fotos auf Papier, dabei wäre das so viel schöner zum gemeinsamen Anschauen. Wir haben Fotografin und Analog-Expertin Anna Rösch daher um ihre Tipps gebeten.
Text und Fotos: Anna Rösch
Als analoge Familienfotografin und Mama weiß ich, wie wichtig es ist, Fotos auszudrucken. Wie besonders es sich anfühlt, ein gedrucktes Foto in den Händen zu halten. Ich möchte meinen Kindern, wenn sie einmal groß sind, ein schönes Archiv voller Kindheitserinnerungen mitgeben – nicht eine Festplatte mit tausenden Fotos zum Durchscrollen. Ich weiß das alles, und trotzdem, als berufstätige Mutter von drei Kindern, fehlt mir oft die Zeit dafür. Diese Aufgabe rutscht auf der To-do-Liste schnell immer weiter nach unten – verdrängt von Dingen, die dringender scheinen. Dabei ist dringend nicht dasselbe wie wichtig. Und eure Familiengeschichte festzuhalten, ist wichtig.
Familienfotos ausdrucken – aber richtig!
Hier sind meine Tipps, wie das Bilderdrucken eurer Familienfotos einfach und machbar wird:
1. Lieblingsfotos sofort markieren
Das Schwierigste ist nicht das Drucken selbst, sondern aus tausenden Fotos die richtigen auszuwählen. Macht es euch leicht: Markiert Lieblingsfotos direkt auf dem Handy, zum Beispiel, wenn ihr euch nach einem Ausflug, Urlaub oder einer Feier gemeinsam die entstandenen Handyfotos anschaut. Oder legt einen Ordner „Fotos zum Drucken“ auf eurem Computer an und kopiert hier eure Favoriten rein.
2. Wenig, aber regelmäßig drucken
Jahrelange Fotoarchive auf einmal zu sortieren, ist überwältigend. Kleine Schritte helfen. Ich drucke jeden Monat etwas – ein gerahmtes Foto für die Wand, ein paar einzelne Abzüge oder, wenn ich Zeit habe, ein Fotobuch.
3. Eine gute Druckerei nutzen
Wenn ihr druckt, dann schön. Drogerieabzüge sind oft enttäuschend. Ich mag Saal Digital für Abzüge (besonders die SoftTouch Matte Oberfläche), Rosemood oder Innocence für Fotobücher und WhiteWall für hochwertige Wandbilder.
4. Die Fotowand langsam wachsen lassen

Instagram-Galerien mit perfekt ausgerichteten Rahmen sehen toll aus, sind aber schwer umzusetzen. Ich hänge bei uns einfach nach und nach neue Bilder dazu. Die Rahmen sind eine Mischung aus edleren Rahmen vom Fotolabor, einfachen von Ikea und besonderen Flohmarktfunden – so wirkt die Wand lebendig und persönlich.
5. Verspielte Präsentationen ausprobieren
Es muss keine Fotowand mit Rahmen sein – Magnettafeln, Washi-Tape-Galerien oder eine Leine mit Klammern sind z.B. ideal fürs Kinderzimmer und einfach zu verändern. Und es kann ein schönes Familienprojekt werden.
6. Fotobücher so machen, wie es sich gut anfühlt
Schöne Bücher brauchen Zeit. Jahresalben sind toll, fühlen sich für mich aber oft zu viel an. Ich mache lieber kleinere Bücher zu bestimmten Themen – eine Reise, eine Schwangerschaft, ein besonderer Sommer. Macht es so, wie es euch Spaß macht.

7. Eine Fotobox nutzen
Keine Lust auf Bücher? Dann holt euch eine schöne Box, bestellt Abzüge im Format 13×18 und legt sie einfach rein. Ich mache das immer am Jahresende. Meine Kinder lieben es, durch den Stapel zu blättern. Man kann auch hinten etwas draufschreiben oder Lieblingsbilder im Regal rotieren.

8. Sich eine Sofortbildkamera holen
Eine Instax Mini* ist kompakt, einfach und günstiger als Polaroid. Bei uns hängen die Bilder an einer Klammerleine – und bei vielen Familien, die ich fotografiert habe, habe ich wunderschöne Instax-Wände gesehen. (*Hinweis: Wir verwenden Partnerlinks – wenn ihr einem dieser Links folgt und darüber einen Artikel kauft, erhält die POLA Media UG (haftungsbeschränkt) eine Verkaufsprovision. Diese Vergütung hat jedoch keinen Einfluss auf Auswahl und Bewertung der besprochenen Artikel.)
9. Das echte Leben drucken
Ihr braucht keine perfekten Bilder. Zerzauste Haare, aufgeschlagene Knie, einfache Alltagsmomente – genau diese Erinnerungen werden euren Kindern später am meisten bedeuten.
10. Lass deine Fotos von der Fotografin drucken
Wenn du ein Familienshooting buchst, wähle am besten eine Fotografin, die auch Abzüge oder Fotobücher anbietet. Sie hat meist viel Zeit in die Recherche gesteckt – zu Laboren, Formaten, Papiersorten – alles, damit deine Fotos am Ende richtig schön aussehen. Und sie sorgt auch dafür, dass es wirklich passiert.
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