„Auch als Mutter kann man sehr gut gründen!“ sagt Juju von ‚Vegan gesund mit Grund‘

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Nicht erst aktuelle Monitorings und Studien zeigen uns, dass wir mehr weibliche Kreativität, Empathie, Power und Mut in der Wirtschaft dringend benötigen. Frauen wollen nicht mehr in den alten Unternehmensstrukturen funktionieren. Manche wollen sich auch einfach einen Traum erfüllen und endlich das tun, was sie nie umsetzen konnten. Und dann sind da natürlich junge Mütter, die sich von der Selbstständigkeit mehr Flexibilität versprechen. Verschiedene Potsdamer Institutionen wie die Gründungswerkstatt Enterprise der Social Impact gGmbH unterstützen diesen Start in die Selbstständigkeit (nicht nur) für Frauen.

Ende 2021 hat sich die Potsdamer Podcasterin und Rezeptentwicklerin Juju mit ihren großen Visionen an die Gründungswerkstatt Enterprise gewandt. Sie und ihr Unternehmen „Vegan gesund mit Grund“, das sie gemeinsam mit ihrem Partner Fabian gegründet hat, stellen wir euch hier vor:

Liebe Juju, wie kam es zu eurer Vision?

Ich wünsche mir eine rücksichtsvolle und friedvolle Welt.

Juju: Ich habe vor 3 1/2 Jahren durch die Umstellung auf einen veganen Lebensstil zurück zu den Werten gefunden, die ich schon immer in mir trage. Ich bin davon überzeugt, dass es allen Menschen so geht. Ich wünsche mir eine rücksichtsvolle und friedvolle Welt und das bezieht sich ausdrücklich auf alle Lebewesen. Vegan sein bedeutet für mich und Fabian mehr als nur Verzicht auf tierische Nahrungsmittel. Unsere Empathie allen fühlenden Wesen gegenüber ist stark angestiegen und unser Blick auf die Welt hat sich geändert. Wir sind stolz, eine vegane Schwangerschaft erlebt zu haben und unser veganes Baby aufwachsen und prächtig gedeihen zu sehen.

Die Themen Veganismus, Tierschutz, Umweltschutz und Gesundheit liegen uns so sehr am Herzen, dass wir im April 2021 unseren stark wachsenden Podcast „Vegan gesund mit Grund“ gestartet haben. Es macht uns Spaß, uns in einzelne Themen einzuarbeiten und unser Wissen so täglich zu erweitern. So wird aus einer anfangs häufig belächelten Ernährungsumstellung unsere neue berufliche Zukunft.

Ihr habt schon über 60 Folgen produziert, spürt ihr schon einen Effekt?

enterprise potsdam gründungswerkstatt gründungsberatung juju vegan gesundJa, wir haben schon jetzt hunderten Menschen bei ihrer Umstellung helfen können. Wir freuen uns sehr, unseren Beitrag leisten zu dürfen und dabei so zu bleiben, wie wir sind. Dankbar, glücklich, engagiert.

Mit unserem Verhalten haben wir auch in unserem näheren Umfeld einige Menschen inspiriert, sodass dann daraufhin der Wunsch aufkam, noch mehr zu bewirken und noch mehr Menschen mit unserer Botschaft zu erreichen. Eine Mischung aus digitalen Medien und der direkten Arbeit mit Menschen, z.B. an Schulen, ist für uns die Zielführendste.

Unsere Patchwork-Familie lebt komplett vegan.

Was macht euer Unternehmen so besonders?

Zu unseren wichtigsten Merkmalen zählen unsere absolute Kommunikationsstärke, Empathie, Ehrlichkeit und der Fakt, dass wir eine komplett vegan lebende Patchwork-Familie sind. Authentische Berichte aus unserem Leben gepaart mit ehrlicher Reflektion bieten unseren Zuhörer- und Follower:innen einen sehr privaten und ungeschminkten Einblick in unser Schaffen und Leben, wodurch wir andere inspirieren. Wir legen sehr viel Wert auf korrekte Darstellung der Fakten und sprechen Dinge so aus, wie sie sind. Zudem geben unsere Expert:innen-Interviews immer eine schönen neuen Blick auf Themen, die wir selbst eventuell nicht so detailliert abbilden könnten. Durch die lockeren Gespräche entsteht dabei oft eine besondere Atmosphäre.

Außerdem binden wir unsere Follower:innen in unsere Gründungspläne mit ein und vermitteln dabei unsere Vision mit so viel Leidenschaft, dass wir schon erste Initiativbewerbungen erhalten. Wir freuen uns, wenn unsere Aktivisti Familie schon bald Verstärkung bekommt. Immer mit dem Wunsch, noch mehr Menschen von dem veganen Lebensstil und seinen zahlreichen Vorteilen zu überzeugen.

Es gibt ja bereits einige Influcencer, die über vegane Lebensweise und Ernährung informieren. Was macht ihr anders?

Wir bieten eine einladende Hand an und erheben nicht den Zeigefinger.

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Wir holen die Menschen dort ab, wo sie sind, indem wir eine einladende Hand anbieten und den Zeigefinger nicht erheben. Zudem vermitteln wir unser Wissen auf eine authentische Art und verhelfen unseren Follwer:innen zu positiven Veränderungen in ihrem Leben. Wir gehen dabei nicht nur echt, sondern vor allem ganzheitlich mit diesem komplexen Thema um, indem wir unsere Follower:innen in unseren Lifestyle eintauchen lassen.

In den sozialen Medien können sie verfolgen, was bei uns täglich auf den Tisch kommt, wir entwickeln leckere Rezepte, sprechen offen über unsere Schwierigkeiten, lassen an unseren Emotionen teilhaben, und finden vor allem Lösungen für Probleme die uns zugetragen werden. Dazu nutzen wir ein großes Netzwerk an Expert:innen, die unsere Formate bereichern.

Wann und wie hattest du die Idee, dich selbstständig zu machen?

Ich muss nicht alles wissen, sondern muss wissen, wo ich es herbekomme!

Die Idee entwickelte sich 2020 während meiner zweiten Schwangerschaft. Ich hatte den Wunsch, von zu Hause zu arbeiten und die Entwicklung der Kinder eng zu begleiten; zudem konnte ich nicht mehr weggucken, ich wusste, ich will für den Veganismus kämpfen. Die Selbstständigkeit steht mit unseren Werten im Einklang. Die ersten Rezepte waren noch sehr laienhaft produziert und eingestellt, aber wir entwickeln uns täglich weiter. Wir erhalten viel positives Feedback von den Follower:innen, das gibt so viel Energie.

Es gab dann nicht den einen Zeitpunkt, aber wir wussten, dass es sich für jede Veränderung in die richtige Richtung lohnen wird – die eigene Lebensweise und Familie unter einen Hut bringen und „auf unsere Weise die Welt ein Stück lebenswerter für alle Lebewesen zu machen“. Erst gab es die große Idee und wir haben chaotisch und kreativ gearbeitet.

Ab wann habt ihr euch Unterstützung geholt?

Mit dem Wunsch nach Professionalisierung unserer Idee sind wir auf die Gründungswerkstatt Enterprise gestoßen – durch meinen Coach und die Workshops habe ich meine Ideen strukturiert, Abläufe verstanden, Pläne gemacht. Die ganz individuelle Beratung hat mir Sicherheit gegeben, mit großem Tempo und Elan haben wir die wertvolle Unterstützung genutzt. Ich nenne mich jetzt sogar schon Unternehmerin, und traue mich, ein Team einzustellen, ein Büro anzumieten, usw.

Heute weiß ich: Ich muss nicht alles wissen, sondern muss wissen, wo ich es herbekomme – und ich habe so viel Energie und Fehler gespart. Mit meinem Partner kann ich mich nun auf meine Kernkompetenzen beziehen und gemeinsam erledigen wir alle notwendigen Aufgaben.

Wie könnt ihr damit Geld verdienen?

Wir finanzieren unsere Angebote zunächst über Werbepartner:innen, indem wir Werbung für nachhaltige Firmen machen, die unserem Anforderungskatalog entsprechen. Ab Mai wird es neben dem Podcast und unserem Instagram-Kanal auch einen Youtube-Channel geben. Jeden Donnerstag gibt es dann ein kurzes Video aus einer der Rubriken Rezepte, Lifestyle, Aktivismus oder How-To.

Außerdem planen wir noch in diesem Jahr, einen Verein zu gründen, um auch an Schulen Bildungsarbeit zu leisten. Dann können wir mit Hilfe von Fördermitteln noch viel mehr erreichen. Ziel ist, Gutes zu bewirken und das Wissen über die Grundlagen unserer Lebensmittelherstellung an Kinder zu vermitteln. Immer mit dem Versuch, die Eltern mit einzubeziehen.

Wie ist das, „Gründen mit Kind“? Welche besonderen Herausforderungen kamen auf dich zu?

Auch als Mutter kann man sehr gut gründen.

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Ich sehe mich als Unternehmerin und möchte mich in keine Kategorie stecken lassen – ich arbeite sehr kreativ, das Mama-Sein hat mit meinem Unternehmen nichts zu tun. Bei einem männlichen Unternehmer würde man ja auch nicht betonen, dass er ein Mann oder auch Vater ist. Erst wenn wir da ankommen, dass es nicht gesondert betont werden muss, sind wir wirklich gleichberechtigt.

Ich empfinde die Empowerment Bewegung als unfassbar wichtig, wünsche mir aber, dass sie bald nicht mehr notwendig ist. Ich bin sehr stolz, dass beides zusammen wunderbar funktioniert. Es ist ein großer Unterschied – ohne Kinder arbeitet man selbstbestimmter und strukturiert den Tag eigenständig.
So ist es ein Spagat, jeden Tag für meine Kinder flexibel da zu sein und gleichzeitig zu versuchen, die Welt zu retten. Aber genau diese Kinder sind auch meine größte Motivation, täglich die Kraft dafür aufzubringen.

Gibt es Sachen, die du an deiner Arbeitsweise ändern musstest?

Das Wichtigste, was ich lernen musste, ist, mich und die Arbeitszeiten gut zu strukturieren. Ich habe gelernt, sie sehr effektiv zu nutzen. Aber auch ein Gefühl dafür zu entwickeln, in welchen Momenten ich die Arbeit niederlegen sollte, um voll und ganz für die Kinder da sein zu können. Diese Balance gelingt mir auch nicht immer, aber wir wachsen da gemeinsam rein. Ich bin davon überzeugt, dass man auch als Mutter sehr gut gründen kann. Denn am Ende bin ich eine selbstständige Unternehmerin, die beruflich erfüllt ist und sich ihre Zeit selbst einteilen kann. Ich bin im Einklang mit meinen Werten – Tierschutz, Umweltschutz, Gesundheit. Für mich ist es das pure Glück, alles verbinden zu können; je stärker die Motivation, desto erfolgreicher wird es am Ende sein.

Welche Tipps gibst du anderen jungen Müttern (und Vätern), die auch mit dem Gedanken spielen, sich selbstständig zu machen?

  • Kenne dein Warum – diese Motivation hilft ungemein, auch härtere Phasen zu überstehen. Es gibt dir die Energie, es zu schaffen. Z.B. auf einem Vision-Board zu visualisieren, was du erreichen willst, hilft ungemein.
  • Lerne ganz früh, konstruktives Feedback anzunehmen.
  • Lege Selbstzweifel zur Seite – du bist permanent gebremst, wenn du versuchst, es allen recht zu machen. Nur durch unsere Authentizität können wir erfolgreich sein, und dass wir bei uns bleiben.
  • Bleibt bei euch! Versucht nicht allen zu gefallen! Wir verstellen uns nicht und das ist zu spüren. (vom Punkt davor verschoben)
  • Holt euch frühzeitig Unterstützung durch Coaching oder Mentoring und vertraut auf die Expertise. Denn das spart Zeit und Energie.
  • Sei selbst deine beste Freundin – nichts nur halb fertig machen, nichts absagen und gut zu dir selbst sein.
  • Kenne auch deine Grenzen und was du brauchst, damit es mir gut geht.

Liebe Juju, wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg bei eurem Vorhaben und danken dir für das Gespräch! mehr erfahren über Juju und Fabian

Fotos: Juju und Fabian Brandino

Kostenfreie Gründungsberatung

enterprise gründungswerkstatt potsdam gründungsberatungDu willst auch gründen? Du wohnst im Land Brandenburg? Dann melde dich gern bei Enterprise – Deine Gründungswerkstatt. Sie bieten kostenfreie Gründungsberatung für Menschen bis einschließlich 30 Jahre, die sich im Land Brandenburg selbstständig machen wollen. Die Berater:innen stehen dir bei allen Fragen zu deiner Existenzgründung mit ihrem Wissen zur Seite.

Was genau dein Bedarf an individueller Beratung ist, wird gemeinsam vereinbart und dann begleitet dich ein:e Berater:in während deiner Gründungsphase und ist dein individueller Ansprechpartner für die Businessplanung und dein Finanzkonzept. Fachberater – wie z.B. Rechtsanwälte oder Marketingberater – stehen dir für spezielle Fragen zur Verfügung.

Zusätzlich erwarten dich Seminare zu verschiedenen Themen, du kannst dich mit anderen Gründer:innen vernetzen und austauschen und darüber oft schon erste Aufträge generieren.

Alle Angebote sind komplett kostenfrei, da die Gründungswerkstatt durch das MWAE mit Mitteln des Landes Brandenburg und des ESF gefördert wird.“ → mehr erfahren

Kontakt:
Social Impact gGmbH
Schiffbauergasse 7
14467 Potsdam
Telefon: 0331-620 79 44
Mail: enterprise@socialimpact.eu

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