Hereinspaziert: Familienfotografin Anna Rösch

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Anna Rösch ist dreifache Mutter und Fotografin – und sie macht etwas, das in der heutigen Bilderflut fast schon radikal wirkt: Sie fotografiert Familien ausschließlich analog, also mit alten Kameras und auf Film mit Negativen. Ohne Bildschirm, ohne Serienbilder. Dafür mit viel Gefühl, Ruhe und einem Blick für das, was im Trubel des Alltags oft untergeht. Wir haben sie zum Gespräch über ihre Familienfotografie getroffen – über den richtigen Moment, Vertrauen und die Schönheit im Chaos.

“Dieser Blick von außen, mit Offenheit und Neugier, bringt oft wunderbare Momente hervor.”

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Liebe Anna, wie bist du zur Fotografie gekommen?

Ich habe schon vor über 20 Jahren fotografiert, als Hobby. Auf Reisen, auf der Straße, ich habe einfach beobachtet und festgehalten, was mich interessiert hat. Als dann mein erster Sohn geboren wurde, habe ich angefangen, meine Familie zu fotografieren. Man merkt plötzlich, wie schnell alles geht. Ich wollte diese Zeit festhalten. Erst für uns, dann habe ich gemerkt: Ich möchte das auch für andere anbieten. 

Ich setze mich besonders dafür ein, Mütter zu unterstützen – von der Schwangerschaft bis zum Alltag mit kleinen Kindern. Diese Zeit kann überwältigend sein, und ich möchte ihnen einen Moment schenken, um innezuhalten und gesehen zu werden.

Wo findest du deine fotografische Inspiration?

Ein großer Teil meiner Inspiration kommt vom Reisen. Ich bin einfach wahnsinnig neugierig auf die Welt, auf Menschen, auf andere Lebensweisen. Wenn ich unterwegs bin – auch mit meinen Kindern – sehe ich neues Licht, andere Farben, Bewegungen, Stimmungen. Das inspiriert mich sehr. Und ich nutze diese Zeit auch, um zu experimentieren: mit neuen Filmen, mit anderen Herangehensweisen. Diese neuen Impulse fließen danach in meine Arbeit mit Familien ein.

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Aber auch meine Arbeit mit Familien ist inspirierend. Wenn ich in neue Wohnungen komme, sehe ich, wie andere Menschen leben, welche Farben sie umgeben, was ihnen wichtig ist. Für mich ist das ganz neu und spannend – und ich sehe Dinge, die sie selbst vielleicht gar nicht mehr wahrnehmen, weil sie täglich davon umgeben sind. Dieser Blick von außen, mit Offenheit und Neugier, bringt oft wunderbare Momente hervor.

Warum ist dir analoge Fotografie so wichtig?

“Analog fotografiere ich viel bewusster.”

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Ich liebe es einfach so sehr – den Prozess und die Bilder! Ich habe mit digitaler Fotografie angefangen, aber ich habe gemerkt, dass analoge Fotos etwas Besonderes haben. Digital habe ich so viele Fotos gemacht und am Ende nur ein paar ausgewählt – vielleicht 50 von 300. Analog mache ich 36 Aufnahmen – und 25-30 davon schicke ich an Kunden. Analog fotografiere ich viel bewusster. Ich bin mehr im Moment. Ich beobachte mehr, ich fühle mich mehr verbunden mit den Menschen. Das Tempo ist langsamer, die Energie ist anders. Ich bin ruhiger und automatisch sind dann auch die Leute vor meiner Kamera ruhiger.

Und ich liebe analoge Fotos. Die Farben, die Körnung… sie wirken nostalgisch, als könnten sie aus einem alten Familienalbum stammen. Sie sind nicht perfekt – aber unser Leben ist es ja auch nicht, und genau das finde ich wunderschön.

Wie erlebst du Kinder bei deinen Shootings?

“Wenn man Kinder einfach machen lässt, entstehen die schönsten Bilder.”

Ich liebe es, Kinder zu beobachten. Sie sind alle so unterschiedlich – witzig, lebendig, manchmal laut, manchmal ganz still. Sie entsprechen überhaupt nicht diesem perfekten Bild, das man manchmal im Kopf hat. Und genau das fasziniert mich: ihre Persönlichkeit, ihre Ehrlichkeit. Manche Eltern machen sich vorher Sorgen, dass ihr Kind nicht mitmacht oder nicht stillsitzen will. Aber gerade wenn man sie einfach machen lässt, entstehen die schönsten Bilder. Ich schaue einfach, was passiert – und halte diese echten Momente fest.

Was fasziniert dich an Familienfotografie?

“Es ist unser Leben. Nicht perfekt, nicht gestellt. Einfach echt.”

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Ich habe selbst drei Kinder – das ist mein Leben. Ich arbeite mit vielen Frauen, die mittendrin stecken: schwanger, im Wochenbett oder mit kleinen Kindern im Alltag. Sie leisten Großartiges – und oft auch richtig harte Arbeit, die viel zu selbstverständlich wahrgenommen wird. In der Fotografiewelt gilt Familienfotografie oft als nicht künstlerisch genug. Ich sehe das anders. Es ist unser Leben. Und es ist wert, festgehalten zu werden – auf eine ehrliche, schöne Weise. Nicht perfekt, nicht gestellt. Einfach echt.

Wurden deine Bilder schon veröffentlicht?

Ja, meine Fotos wurden bereits in Magazinen und auf Fine-Art-Fotografie-Websites veröffentlicht. Außerdem wurde ich in diesem Jahr vom Heartful Magazine als eine der „20 Familienfotogra:finnen, die das Genre verändern“ ausgewählt. Das ist eine sehr renommierte Auszeichnung in der Welt der Familienfotografie – es wurden über 10.000 Bilder aus aller Welt eingereicht. Es fühlt sich immer noch ganz surreal und unglaublich schön an, diesen Preis gewonnen zu haben.

Wie bereitest du dich auf ein Shooting vor?

Mir ist es sehr wichtig, eine Verbindung zur Familie aufzubauen. Ich möchte Bilder machen, die sich wirklich nach ihnen anfühlen – und dafür muss ich sie kennenlernen. Ich schicke vorher einen Fragebogen – da frage ich Dinge wie: Wer seid ihr? Was ist euch wichtig? Was wollt ihr euch merken? Dann sprechen wir über Licht, Tageszeit, Kleidung, Ort. Ich komme am liebsten zu den Familien nach Hause. Ich fotografiere langsam, beobachte viel, gebe manchmal kleine Hinweise. Aber ich arbeite nicht mit klassischen Posen.

Und wenn das Licht nicht passt?

Mit Film gibt es Grenzen. Es ist nicht einfach, eine Session in einer dunklen Wohnung im Winter zu fotografieren. Ich frage also vorher: Wie ist das Licht bei euch? Wann scheint die Sonne? Gibt es große Fenster? Wenn es wenig Licht gibt, fotografieren wir draußen oder am Fenster. Manchmal fotografiere ich dann mehr in Schwarz-Weiß, weil man da ein bisschen mehr Spielraum hat.

Was möchtest du mit deinen Bildern zeigen?

“Es gibt immer etwas Schönes zu sehen.”

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Die Leute sollen sich wiedererkennen. Sie sollen sagen: „Das sind einfach wir.“ Ich versuche, die Stimmung in der Familie einzufangen. Die Verbindung. Die Gefühle. Die kleinen Momente. Die Schönheit im Alltag. Auch wenn die Wohnung chaotisch ist, das Licht fällt schön rein, irgendwo ist ein Lächeln – es gibt immer etwas Schönes zu sehen.

Was ist dir besonders wichtig bei deiner Arbeit?

Vertrauen. Ich komme in sehr intime Räume. Besonders im Wochenbett oder bei Schwangeren. Das ist eine sehr verletzliche Zeit. Viele Frauen fühlen sich nicht wohl in ihrem Körper – aber ich finde, gerade dann ist es wichtig, diese Zeit festzuhalten. Und oft sagen sie später: Wow, das ist doch schön. Auch wenn ich es in dem Moment nicht so gefühlt habe.

Wie läuft die Zusammenarbeit mit dir ganz praktisch ab – von der Buchung bis zu den fertigen Bildern?

Die klassischen Shootings dauern zwei Stunden. Ich mache dokumentarische Fotos, aber auch ein paar Porträts. Immer mit zwei Kameras – Farbe und Schwarz-Weiß. Dann biete ich noch eine längere Session an, so einen halben Tag. Da begleite ich die Familie ganz entspannt und wir halten ihren Alltag fest. Und dann gibt es noch einmal im Jahr die One-Roll-Film-Sessions: Eine Rolle Film, 36 Bilder, ein Thema – zum Beispiel “Motherhood”.

Vorher spreche ich mit der Familie – meistens mit der Mama, am Telefon oder über WhatsApp. Und ich verschicke wie erwähnt einen Fragebogen, um mich auf die Lichtsituation und die Familie vorbereiten zu können und was ihnen wichtig ist. Nach dem Fotoshooting lasse ich die Filme in einem speziellen Labor entwickeln und scannen. Die Familien bekommen eine Online-Galerie mit hochauflösenden Scans, wie bei digitalen Fotos. Aber ich finde es wichtig, dass es auch etwas zum Anfassen gibt: also ich biete auch Prints, ein Album und Polaroids an. Das Ergebnis soll mehr sein als nur digitale Dateien.

Was wünschst du dir für deine Arbeit?

Dass wir lernen, den Moment zu sehen, statt das perfekte Bild zu suchen. Und um mehr Mamas zu helfen, sich gesehen und schön zu fühlen – und endlich auch einmal mit ihren Kindern auf Fotos zu sein.

Liebe Anna, wir danken dir für das Interview und wünschen dir weiterhin viel Spaß und Erfolg beim Fotografieren!

Anna Rösch Familienfotografie

Angebote von Anna Rösch:

  • Analoge Babyfotografie
  • Analoge Babybauchfotografie
  • Analoge Mutter-Kind-Fotos
  • Analoge Familienfotografie

Weitere Informationen  findet ihr unter → annaroeschphotography.com und auch bei Instagram unter @annaroeschphoto.

Fotos: privat

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